Schulanfänger gehen mit ihren neuen Schulranzen auf dem Rücken gemeinsam mit ihrer Lehrerin zur Grundschule (Foto: dpa/Patrick Pleul)

Zahl der Schulanfänger steigt

Leonie Rottmann   17.02.2019 | 08:40 Uhr

Die Stadt Saarbrücken rechnet in den kommenden fünf Jahren mit rund 20 Prozent mehr Schulanfängern. Einige Schulen stoßen bereits an ihre Grenzen. Dennoch soll es für alle ABC-Schützen Plätze geben.

Steigende Geburten, attraktive Neubaugebiete für junge Familien und nicht zuletzt ein breites Ganztagsangebot in Schulen und Kitas: Die Zahl der Schüler in Saarbrücken steigt seit einigen Jahren kontinuierlich. Auf Basis von Hochrechnungen des Bildungsministeriums geht die Stadt aktuell für das kommende Schuljahr von 1415 Schulanfängern aus, über 140 mehr als noch vor vier Jahren. Bis 2023/2024 könnte die Zahl auf etwa 1700 steigen.

Stadt stellt genug Plätze zur Verfügung

Als Trägerin der Grundschulen sei die Stadt dafür verantwortlich, ausreichend Kapazitäten zur Verfügung zu stellen. „Bisher mussten keine Kinder wegen zu weniger Plätzen zurückgestellt werden“, teilte Pressesprecher Thomas Blug auf SR-Anfrage mit. Auch im kommenden Schuljahr werde die Landeshauptstadt dafür sorgen, dass alle ABC-Schützen einen Schulplatz erhalten.

An der Grundschule Ost, der Offenen Ganztagsschule Saarbrücken-Weyersberg und an der Grundschule Wallenbaum gebe es Modulbauweisen, damit die Schulen schnellstmöglich entlastet werden. Einige Schulen seien aber bereits an ihren Grenzen, sodass bis 2023 in Burbach eine neue Grundschule gebaut werde.

Starker Anstieg im Bundesvergleich

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist im vergangenen Jahr in keinem anderen Bundesland die Zahl der Schulanfänger so stark gestiegen wie im Saarland. Demnach gab es im Saarland zum laufenden Schuljahr 8.400 Erstklässler - ein Plus von knapp sechs Prozent. Ähnlich stiegen die Zahlen in Berlin. Bundesweit blieb die Zahl der Schulanfänger mit rund 730.000 Kindern nahezu unverändert.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 13.02.2019 berichtet.

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