Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (Foto: IMAGO / blickwinkel / McPHOTO / B. Leitner)

Zahl der elektronischen Krankschreibungen massiv gestiegen

  09.09.2022 | 15:53 Uhr

Krankgeschriebenen Patientinnen und Patienten soll der Gang zur Post mit der Einführung der elektronischen Krankmeldung erspart werden. Das klappt anscheinend immer besser. Immer mehr Praxen übermitteln die Meldung digital an die Krankenkassen.

Die elektronische Arbeitsunfähigkeitbescheinigung (AU) verdrängt allmählich den "gelben Schein": In den vergangenen zwei Monaten hat sich die Anzahl der elektronischen AUs mehr als verdoppelt. Das geht aus einer Auswertung der Krankenkasse IKK Südwest im Saarland, in Rheinland-Pfalz und in Hessen hervor. Während im Januar nur zehn Prozent der Arztpraxen eine AU auf digitalem Wege an die IKK Südwest übermittelt haben, waren es im August bereits 70 Prozent.

Zwei statt drei Ausdrucke

Bisher haben Krankgeschriebene die Praxis in der Regel mit drei ausgedruckten AUs verlassen – eine für die Krankenkasse, eine für den Arbeitgeber und eine für die eigenen Unterlagen. Die Ausdrucke für die Krankenkasse und den Arbeitgeber mussten dann noch einmal selbstständig per Post verschickt werden.

Sofern die Arztpraxis die technische Ausstattung besitzt, sollten Patientinnen und Patienten ab dem 1. Januar dieses Jahres nur noch zwei Exemplare ihrer Krankmeldung bekommen – eins für sie selbst und eins für den Arbeitgeber. Die Meldung an die Krankenkasse übernimmt die Arztpraxis digital. Nur dem Arbeitgeber müssen Versicherte die Bescheinigung weiterhin zukommen lassen.

Ab 2023 auch an Arbeitgeber

Ab dem 1. Janur 2023 soll die elektronische Übermittlung der Krankmeldung dann auch durch die Krankenkasse an die Arbeitgeber erfolgen. Versicherte sollten ab diesem Zeitpunkt also nichts mehr tun müssen, außer ihren Arbeitgeber über ihr Fehlen und die voraussichtliche Dauer zu informieren.

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