Gottesdienstbesucher in einer halbleeren Kirchen (Foto: dpa/Matthias Balk)

Im Bistum Trier drohen große Mitgliederverluste

  02.05.2019 | 15:25 Uhr

Die Zahl der Katholiken im Bistum Trier könnte bis 2060 um etwas mehr als die Hälfte zurückgehen. Das geht aus einer Studie der Universität Freiburg hervor. Bundesweit sieht die Prognose ähnlich aus. Gründe seien weniger Taufen, aber mehr Kirchenaustritte.

Im Jahr 2017 hatte das Bistum Trier etwa 1,36 Millionen Kirchenmitglieder. Nach den Hochrechnungen der Studie sind es 2060 nur noch rund 600.000. Das ist laut Trierer Generalvikar Ulrich von Plettenberg erschreckend, sieht aber den Trend der vergangenen Jahre bestätigt: „Das hat Auswirkungen auf die Altersstruktur in unserer Kirche und auf die Mittel, die uns künftig für die Seelsorge, für Personal und Einrichtungen zur Verfügung stehen.“

Stimmt die Prognose, sinken die Kirchensteuermittel von derzeit rund 321 Millionen Euro in den kommenden Jahrzehnten auf etwa 250 Millionen Euro.

Deutschlandweit sagt die Studie eine ähnliche Entwicklung voraus. Die Mitgliedszahl der großen christlichen Kirchen werde sich von 44,8 Millionen auf 22,7 Millionen reduzieren und damit fast halbieren. Für die Prognose haben die Forscher 20 evangelische Landeskirchen und 27 katholische Bistümer untersucht.

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Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten am 02.05.2019 berichtet.

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