Schild "Blutspende" (Foto: IMAGO / photo2000)

Zahl der Blutspenden erneut eingebrochen

Sandra Schick   14.12.2021 | 09:16 Uhr

Im Saarland und in Rheinland-Pfalz ist die Zahl der Blutspenden in der vierten Coronawelle erneut eingebrochen. Weil die Lager schon weitgehend leer seien, blicke man mit Sorge auf die anstehenden Feiertage, teilte der Blutspendedienst West des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) mit.

Die Zahl der Blutkonserven in den Lagern liegt aktuell weit unter dem erforderlichen Bestand. In den vergangenen sechs Wochen habe man bei den Blutspenden Einbrüche bis zu 20 Prozent gehabt, so Daniel Beiser, Sprecher des Blutspendedienstes West des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gegenüber dem SR.

Nur weil die Kliniken momentan wenig operierten, sei die Lage noch zu beherrschbar. Allerdings blicke man mit Sorge auf die anstehenden Feiertage.

Neue Spender benötigt

In der Corona-Pandemie war die Zahl der Blutspender immer wieder zwischendurch eingebrochen, zuletzt im Frühjahr.

Ein Problem sei auch, dass durch die Pandemie wenige Aktionen stattfinden könnten, an denen normalerweise zum Blutspenden aufgerufen werde, wie Blutspendetermine in Firmen oder Schulen oder Aktionen mit dem Blutspendebus. Auch brauche man dringend Nachwuchsspender, da die Spender immer älter würden.

3G-Regel beim Blutspenden

In den Blutspendezentralen gilt aktuell die 3G-Regel, es dürfen also nur geimpfte, genesene oder getestete Menschen Blut spenden. Diese Regel habe man freiwillig eingeführt, betont Beiser, um ein sicheres Umfeld für die Spender und Mitarbeiter zu schaffen.

Geimpfte können Blut spenden

Frisch gegen Corona Geimpfte können nach Angaben des DRK bereits am Folgetag ihrer Impfung Blut spenden, sofern bei ihnen keine Impfreaktionen wie Fieber oder eine lokale Schwellung auftreten. Das gelte sowohl für die mRNA-​Impfstoffe (Moderna, Biontech) als auch für die verwendeten Vektorimpfstoffe (AstraZeneca, Johnson & Johnson).

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 13.12.2021 berichtet.

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