Justizbeamter führt den Angeklagten in den Gerichtssaal (Foto: picture alliance/dpa | Thomas Frey)

Yeboah-Prozess wird am Montag fortgesetzt

mit Informationen von Thomas Gerber   12.01.2023 | 21:30 Uhr

Nach dem Kreislaufkollaps des Angeklagten Peter S. kann der Prozess im Saarlouiser Mordfall Yeboah wie geplant am Montag vor dem Oberlandesgericht Koblenz weitergehen. Der Prozess war am Dienstag aufgrund der gesundheitlichen Situation des Angeklagten unterbrochen worden.

Der Verteidiger von Peter S. sagte dem SR, sein Mandant befinde sich inzwischen wieder in der JVA Koblenz. Er habe lediglich einen stärkeren Migräneanfall erlitten. Dies hätten die Untersuchungen der Ärzte ergeben.

Unterbrechung während Vernehmung

Der Prozess gegen den 51-Jährigen war am Dienstag vor dem Oberlandesgericht Koblenz mitten in der Vernehmung eines Überlebenden des Brandanschlags auf die Saarlouiser Asylbewerberunterkunft unterbrochen worden. Peter S. hatte über Schweißausbrüche und Sehstörungen geklagt. Daraufhin war er mit einem Rettungswagen zu weiteren Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht worden.

Nun soll der Prozess wie geplant am kommenden Montag fortgesetzt werden.

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1991 stirbt Samuel Yeboah durch einen Brandanschlag auf die Asylunterkunft in Saarlouis. Erst über 30 Jahre später wird der Mord als rassistisch motivierte Tat verfolgt und steht möglicherweise vor der Aufklärung. Warum erst jetzt? Dieser Frage gehen die SR-Journalistin Lisa Krauser und ihre beiden Kollegen Thomas Gerber und Jochen Marmit in einem mehrteiligen Podcast nach.

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