Logo der Uniklinik Homburg (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Uniklinik bestreitet Akten-Manipulation

Barbara Spitzer   27.01.2020 | 19:47 Uhr

Die Uniklinik hat im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Missbrauchsskandal an der HNO-Klinik den Vorwurf der Aktenmanipulation zurückgewiesen. Der Staatsanwaltschaft habe die vollständige Patientenakte vorgelegen. Auch das angeblich fehlende Foto sei dort abgedruckt gewesen, so der Direktor des Klinikums in einer schriftlichen Stellungnahme auf SR-Anfrage.

Die Anwältin des mutmaßlichen Opfers bleibt dagegen bei ihrer Aussage, wonach das Foto, das Auffälligkeiten am Anus des Mädchens zeige, nicht in der Akte gewesen sei. Nach ihren Angaben wurde es im September 2019 nach einer Mandeloperation des Mädchens in der Klinik wegen Missbrauchsverdachts gemacht.

Derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft in sieben Verdachtsfällen an der Hals-Nasen-Ohrenklinik. Geprüft wird unter anderem, ob Kinder im OP-Bereich sexuell missbraucht wurden. Der Direktor der HNO-Klinik hatte das als nicht vorstellbar bezeichnet.

Über dieses Thema hat auch der "aktuelle bericht" im SR Fernsehen am 27.01.2020 berichtet.

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