Logo der Uniklinik Homburg (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Verdacht auf manipulierte Akten

Barbara Spitzer   24.01.2020 | 20:08 Uhr

Im mutmaßlichen Missbrauchsskandal an der HNO-Klinik des Uniklinikums Homburg wurden möglicherweise die Krankenakten eines betroffenen Kindes manipuliert. Die Anwältin der Eltern sagte dem SR, die Uniklinik habe ein mögliches Beweisfoto offenbar nicht an die Staatsanwaltschaft weitergegeben.

Das Foto sei im September 2019 nach einer Mandeloperation in der Klinik gemacht worden, weil es wegen Auffälligkeiten am Anus des Kindes einen Missbrauchsverdacht gegeben habe. Es sei aber offenbar nicht mit der Krankenakte an die ermittelnde Staatsanwaltschaft gegeben worden, so die Anwältin.

Die Uniklinik habe zur Begründung angegeben, sie sehe das Foto nicht als Beweismittel. Derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft in sieben Verdachtsfällen an der Hals-Nasen-Ohrenklinik. Geprüft wird unter anderem, ob Kinder im OP-Bereich sexuell missbraucht wurden. Der Direktor der HNO-Klinik hatte das zuletzt als nicht vorstellbar bezeichnet.

Über dieses Thema hat auch der aktuelle bericht vom 24.01.2020 berichtet.

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