Ein Wolf (Foto: picture alliance/dpa | Boris Roessler)

Test bestätigt: Wolf hat Ziege in Martinshöhe gerissen

  29.08.2022 | 14:53 Uhr

Im August waren in Rheinland-Pfalz in der Nähe der Landesgrenze zum Saarland mehrere tote Weidetiere gefunden worden. Zuletzt eine Ziege in Martinshöhe und zwei Schafe in Rosenkopf. Nun hat sich bestätigt, was bereits vermutet wurde: Ein Wolf war der Verursacher.

Mitte August war in Martinshöhe unweit des Saarpfalz-Kreises eine tote Ziege gefunden worden. Schon damals vermuteten Experten, dass sie möglicherweise von einem Wolf gerissen wurde.

Die Auswertung einer DNA-Probe hat nun Gewissheit gebracht: Nach Angaben des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums wurde ein Wolf als Verursacher identifiziert.

Weitere tote Tiere in der Nähe von Homburg

Auch für zwei tote Schafe, die im rheinland-pfälzischen Rosenkopf in der Gemeinde Zweibrücken-Land ganz in der Nähe der saarländischen Grenze gefunden worden waren, soll ein Wolf verantwortlich sein. Unklar ist nach Ministeriumsangaben aber, ob alle drei Tiere von ein und demselben Wolf gerissen wurden. Das würde nun weiter untersucht.

Der Ziegenbesitzer: "Ich muss das nicht haben, dass sich der Wolf hier niederlässt"
Audio [SR 3, Nadine Irmer, 30.08.2022, Länge: 02:44 Min.]
Der Ziegenbesitzer: "Ich muss das nicht haben, dass sich der Wolf hier niederlässt"

Martinshöhe und Rosenkopf liegen nur rund zehn bis vierzehn Kilometer von der Stadt Homburg entfernt.

Forscher sind sich einig, dass ein Wolf sich im Pfälzerwald zumindest auf der Durchreise befindet. Sie wollen nun Fotofallen aufstellen, um die Zugwege herauszufinden. 

CDU will Sondersitzung

Die CDU-Fraktion im saarländischen Landtag beantragte nach der Bestätigung eine Sondersitzung des Umweltausschusses. Der umweltpolitische Fraktionssprecher Roland Theis sagte, "in Ländern wie Niedersachsen kann man heute schon sehen, welche Konflikte in unserer vom Menschen geprägten Kulturlandschaft seine Anwesenheit nicht nur für die Landwirtschaft mit sich bringt."

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 29.08.2022 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja