Symbolbild: Polizei (Foto: SR / Felix Schneider)

Wohnungen in Saarbrücken und Schwalbach durchsucht

  21.05.2021 | 18:54 Uhr

In mehreren Bundesländern haben Ermittler Wohnungen wegen des Verdachts des Besitzes und der Verbreitung von Kinderpornografie durchsucht. Im Saarland wurden in Saarbrücken und Schwalbach in zwei Wohnungen Datenträger festgestellt.

Die Ermittlungen richten sich insgesamt gegen 14 Tatverdächtige im Alter von 30 bis 74 Jahren, die sich oder anderen über eine Chatgruppe kinderpornografische Inhalte verschafft haben sollen, wie die Staatsanwaltschaft Köln und die Polizei Dortmund mitteilten.

An der Durchsuchungsaktion waren im Saarland in Saarbrücken und Schwalbach elf Einsatzkräfte beteiligt – in zwei Wohnungen konnten die Ermittler Datenträger sicherstellen. Neben dem Saarland nahmen auch Polizeidienststellen in Nordhrein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen, Sachsen und Bayern an der Durchsuchungsaktion teil. Haftbefehle wurden nicht vollstreckt.

250 Datenträger beschlagnahmt

Laut einer ersten Bilanz wurden mehr als 250 Datenträger beschlagnahmt. Eine erste Auswertung des Materials habe bisland keine keine Hinweise auf den aktiven Missbrauch von Kindern durch die Tatverdächtigen ergeben, so die Ermittler.

Die zwei tatverdächtigen Saarländer sollen in einer geschlossenen Chatgruppe mit weiteren Mitgliedern Kinderpornos ausgetauscht haben - in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen, Sachsen und Bayern. Einzelne Beschuldigte legten den Angaben zufolge bereits Geständnisse ab. Darüber hinaus ergaben sich bei der Razzia Anhaltspunkte zu weiteren Straftaten wie Verstößen gegen das Waffengesetz.

Die Ermittler arbeiteten seit längerem daran, die anonym agierenden Mitglieder einer geschlossenen Chatgruppe, die als Tauschbörse für kinderpornografisches Material diente, zu identifizieren.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 20.05.2021 berichtet.

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