Ein Kameraturm vor dem Eurobahnhof in Saarbrücken (Foto: IMAGO / Becker&Bredel)

Mehr als 200 Delikte durch Videoüberwachung in Saarbrücken beobachtet

  17.03.2022 | 09:01 Uhr

In Saarbrücken wurden im vergangenen Jahr mehr als 200 Vergehen auf Video festgehalten. Dafür hat die polizeiliche Videoüberwachung gesorgt, für die zahlreiche Kameras in verschiedenen Bereichen der Stadt installiert sind.

Mitte November vergangenen Jahres fuhr ein PKW in die Haltestelle Johanneskirche in Saarbrücken und verursachte einen erheblichen Sachschaden. Bei den polizeilichen Ermittlungen hat vor allem eines geholfen, um den Fahrer zu identifizieren: die polizeiliche Videoüberwachung.

Nicht nur dort an der Johanneskirche, sondern auch am Hauptbahnhof sind für solche Fälle Überwachungskameras installiert. Das hat Innenminister Klaus Bouillon (CDU) im August 2020 bewirkt.

Mehr als 200 Delikte beobachtet

Mehr als 200 Straftaten konnten durch die Überwachung im Jahr 2021 verhindert oder aufgeklärt werden. Die meisten davon waren laut Angaben des Innenministeriums Körperverletzungen (82 Delikte), dahinter folgen Drogendelikte (52 Verstöße), Platz drei belegen Diebstähle (22). In der Auflistung tauchen außerdem Verkehrsunfälle, sexuelle Belästigung sowie Betrug auf.

Für die Überwachung wurde eigens eine Videobeobachtungszentrale eingerichtet. Besonders zu Schwerpunktzeiten werde die Zentrale, angepasst an Einsatzzahlen und Straftaten, besetzt. Bei Bedarf können diese Beobachtungszeiten auch verändert werden, heißt es vom Ministerium. Sollte beim "Live-Monitoring" eine Straftat beobachtet werden, werden entsprechend Einsatzkräfte zum Ort des Geschehens entsandt.

Beleuchtete Festnahme

Die Überwachung hat im November vergangenen Jahres außerdem dafür gesorgt, dass eine Festnahme nicht im Dunkeln stattfinden musste.

Nachdem eine Gruppe von fünf Personen im Bereich der Reichstraße eine Dixi-Toilette umgeworfen hatte und im Anschluss vor der Europagalerie in der Nähe der Saarbahnhaltestelle von der Bundespolizei gestellt wurde, konnten die Videobeobachter aus der Zentrale die Beleuchtung der Videobeleuchtungsanlage einschalten, sodass der Ort der Festnahme ausgeleuchtet war.

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