Symbolbild: Aus einer Sektflasche werden Gläser auf einem Empfang eingegossen (Foto: IMAGO/Fernando Baptista)

Folie um Sektkorken ist Pflicht

  27.07.2021 | 16:18 Uhr

Winzer dürfen Sekt nur verkaufen, wenn sie den Korken zusätzlich mit Folie umwickeln. Das hat das Verwaltungsgericht Trier entschieden. Ein Saarwinzer hatte gegen die Vorschrift geklagt, unter anderem aus Gründen des Umweltschutzes.

Wer einen Schluck Sekt genießen möchte, der entfernt nicht nur den Korken, sondern auch die Folie um den Flaschenkopf - und diese Folie ist ein Muss. Das hat das Verwaltungsgericht Trier entschieden und damit die Klage eines Saarwinzers abgelehnt.

Nach Ansicht der Richter gibt die Folienkapsel den Verbrauchern die Sicherheit, dass es sich um Sekt handelt. Die Aufmachung von Sektflaschen sei eine mehr als 100 Jahre alte Tradition. Außerdem könne der Verbraucher an einer unversehrten Folie erkennen, dass der Verschluss der Flasche nicht manipuliert beziehungsweise beschädigt wurde.

Verkauf von 1300 Flaschen Sekt verboten

Der Saarwinzer hatte unter anderem argumentiert, dass die Folie umweltschädlich sei. Außerdem kämen jährlich tausende Sektflaschen ohne Folie auf den Markt.

Das Landesuntersuchungsamt hatte zuvor bei der Kontrolle seines Betriebs festgestellt, dass bei zahlreichen Sektflaschen die entsprechende Folie fehlte. Die insgesamt 1300 Flaschen Riesling Jahrgangssekt durften daraufhin nicht verkauft werden.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Über dieses Thema wurde auch im SR-Fernsehen am 27.07.2021 berichtet.

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