Windrad des Herstellers Enercon (Foto: Imago Images/IPON)

Windrad bei Freisen läuft wieder

Niklas Resch   04.06.2019 | 10:40 Uhr

Das vor drei Monaten bei einem Unwetter stark beschädigte Windrad in Gimbweiler bei Freisen läuft wieder. Die zuständige Bauaufsichtsbehörde des Landkreises Birkenfeld hat den Betrieb jetzt genehmigt. Der Betreiber habe das Windrad repariert und nachgewiesen, dass es wieder funktioniert.

Gut 400.000 Euro Schaden hat die Windrad-Havarie wohl letztendlich verursacht. Das hat der Betreiber GERES auf SR-Anfrage mitgeteilt. Die Rotoren mussten abmontiert und überprüft werden – der zerstörte Windrad-Flügel wurde ausgetauscht. Außerdem hat die Anlage durch den Stillstand drei Monate lang keinen Strom produziert.

"Ungewöhnlicher" Blitzeinschlag

Anfang März, an Rosenmontag, war ein Blitz in das Windrad eingeschlagen. Ein gut 35 Meter langer Flügel zerbarst – Trümmerteile stürzten herab. Die nahegelegene A62 wurde aus Sicherheitsgründen für mehrere Tage gesperrt. Ein Gutachten hat zwischenzeitlich ergeben, dass ein "ungewöhnlicher" Blitz den Schaden verursacht hat. Er hat demnach wohl seitlich in das Rotorblatt eingeschlagen – quasi an den Blitzableitern vorbei.

Warum diese den Blitz nicht wie vorgesehen abgeleitet haben, konnte auch das Gutachten nicht klären. Es habe sich aber um ein außergewöhnliches Wetterereignis gehandelt – eine Wiederholung gilt als sehr unwahrscheinlich. Nach Angaben des Betreibers befindet sich die Anlage derzeit im Probebetrieb und wird dann noch einmal von einem Fachgutachter abgenommen.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten des SR vom 04.06.2019 berichtet.

Artikel mit anderen teilen