Schwanenpaar (Foto: Pixabay/hansbenn)

Wilderei in Naturschutzgebiet Moselaue

  12.04.2020 | 08:15 Uhr

In der Moselaue zwischen Besch und Nennig haben offenbar Wilderer ihr Unwesen getrieben. Wie der NABU mitteilte, wurden dort mehrere Wasservögel und andere Tiere gefunden, die durch Schussverletzungen getötet wurden.

Aktuell wurden nach Angaben des Naturschutzbundes (NABU) Saar vier geschossene Höckerschwäne, ein Silberreiher, ein geschossenes Reh sowie ein Dachs gefunden. Bei den Schwänen wurde das Brustfleisch fachmännisch abgetrennt.

Wie der NABU berichtet, hätten Besucher des Gebietes eine sitzende Person mit einem Gewehr an einem Weiher gesehen. Zudem hätten Zeugen einen Schuss gehört. Die Polizei habe Ermittlungen aufgenommen. Der NABU bittet Wanderer, Radfahrer und Angler um verstärkte Aufmerksamkeit. Wer etwas Verdächtiges sehe, wird gebeten, es der Polizei zu melden.

Auenschutzgebiet mit europäischem Status

In der Moselaue zwischen Besch und Nennig liegt im Baggerweihergebiet das größte saarländische Auenschutzgebiet mit europäischem Schutzstatus. Neben zahlreichen privaten Weiherflächen und Teichen von Angelsportvereinen gehören der NABU-Stiftung nach eigenen Angaben dort große Schutzgebietsflächen. Das Gebiet sei ein überregional bedeutsames Rastgebiet für Wasservögel. Die Jagd auf Wasservögel ist dort verboten.

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