Karl Bringmann und Timo Speer (Foto: MPI/UKS)

Wichtigster Nachwuchspreis für saarländische Forscher

  28.02.2019 | 12:44 Uhr

Der Informatiker Karl Bringmann und der Mediziner Timo Speer von der Universität des Saarlandes erhalten in diesem Jahr den Heinz Maier-Leibnitz-Preis. Es ist die wichtigste Auszeichnung für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland. Sie sind zwei von bundesweit nur zehn Preisträgern.

Der Nierenspezialist Timo Speer (37) untersucht den Einfluss von Blutfetten auf Schlaganfälle oder Herzinfarkte. Er konnte zeigen, dass nur bestimmte modifizierte Fette eine schädigende Wirkung auf die Arterien von Nierenkranken haben. Speers Erkenntnisse helfen laut der Saar-Uni dabei, Diagnosen zu verbessern und neue therapeutische Strategien zu entwickeln. Speer ist nach einer Doppelpromotion in Humanmedizin und Biologie auch Oberarzt und Laborleiter am Universitätsklinikum des Saarlandes.

Mathematik und die Grenzen der Automatisierung

Der 32-jährige Informatiker Karl Bringmann arbeitet am Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken. Er erforscht anhand mathematischer Modelle, welche Grenzen der Automatisierung durch Computer gesetzt sind. Zu seinen wichtigsten Erkenntnissen gehört der theoretische Nachweis, warum es für Rechner schwierig ist, die Ähnlichkeit zwischen verschiedenen Routen in einem Routenplaner einzuschätzen.

Der Heinz Maier-Leibnitz-Preis wird seit 1977 für herausragende Leistungen an Nachwuchswissenschaftler vergeben. Sie werden von einem Ausschuss ausgewählt, der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung eingesetzt wird. Die Preisträger erhalten die mit je 20.000 Euro dotierte Auszeichnung am 28. Mai in Berlin.

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