Ein herbstlich gefärbtes Blatt liegt im Wald. (Foto: Lucas Bäuml/dpa)

Milder Januar im Saarland

  02.02.2020 | 09:23 Uhr

Das Saarland war im Januar eines der niederschlagsreichen Bundesländer. Gleichzeitig war es deutlich milder als gewöhnlich. Das geht aus der Monatsbilanz des Deutschen Wetterdienstes hervor. Bundesweit verlief der Monat deutlich zu mild und zu trocken.

Mit 3,6 Grad Celsius war der Januar im Saarland deutlich milder als die zu erwartenden 0,5 Grad Celsius. Bei dem Vergleichswert handelt es sich um den vieljährigen Mittelwert der Jahre 1961 bis 1990. Mit beinahe 80 Liter pro Quadratmeter erreichte das Saarland beinahe sein Niederschlags-Soll von 86 Liter pro Quadratmeter und gehört damit zu den niederschlagsreichen Bundesländern.

Nur vier Minuten Sonne in Ensheim

Gleichzeitig konnten sich die Saarländer aber mit 50 Sonnenstunden auch über mehr Sonnenschein freuen als die sonst im Januar üblichen 40 Sonnenstunden. In Saarbrücken-Ensheim zeigte sich die Sonne vom 1. bis 14. Januar allerdings nur sehr selten – dort war sie nicht mehr als vier Minuten zu sehen.

Am 28. Januar forderte der Sturm "Lolita" im Saarland ein Todesopfer. In Wadern wurden zwei Frauen von einem herabfallenden Ast getroffen. Eine der beiden wurde dabei so schwer verletzt, dass sie wenige Stunden später im Krankenhaus verstarb.

Einer der wärmsten Januare seit 1881

Bundesweit war der Jahresbeginn viel zu mild und zu trocken. Mit 3,3 Grad Celsius lag der Temperaturdurschnitt um 3,8 Grad über dem vieljährigen Vergleichswert. Der Januar gehört damit zu den zehn wärmsten seit Beginn der Messungen 1881. Am mildesten war es in diesem Monat in Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen mit je 5,3 Grad Celsius. Das kälteste Bundesland war Bayern mit 1,4 Grad.

Zu milde Temperaturen
Winter lässt auf sich warten

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