Regentropfen und ein abgefallenes Laubblatt (Foto: IMAGO / Sabine Gudath)

Regen kommt ins Saarland, aber nicht genug

  07.09.2022 | 20:42 Uhr

Nach wochenlanger Dürre und Hitze kommt in der Nacht zum Donnerstag der lang ersehnte Regen mit häufigen Schauern zurück ins Saarland. Um das Niederschlagsdefizit der vergangenen Monate auszugleichen, reichen die Mengen aber bei Weitem nicht aus.

Wenn sich „Peggy“ in der Nacht von Irland nach Osten in Bewegung setzt, kommt damit in der zweiten Nachthälfte zum Donnerstag auch verstärkt Regen ins Saarland, teils auch mit Gewittern. Einen länger anhaltenden, leichten "Landregen", wie ihn die Natur bräuchte und wie ihn sich vor allem Landwirte erhoffen, wird es allerdings nicht geben.

Vielmehr erwartet das ARD-Wetterkompetenzzentrum verbreitet Schauer mit Regenmengen zwischen 10 und 30 Litern pro Quadratmeter, vereinzelt auch bis zu 40 Litern. Dass es, wie in den wenigen Regenphasen der letzten Wochen, auch Orte gibt, die komplett trocken bleiben, ist nach den vorliegenden Wettermodellen unwahrscheinlich. Die Temperaturen gehen in der Nacht auf 13°C bis 17°C zurück, am Donnerstag sind dann tagsüber nur noch 19°C bis 23°C zu erwarten. Dazu ist es nach Regenschauern in der Frühe vormittags zunächst aufgelockert, ab dem Mittag setzen erneut einzelne Schauer und Gewitter ein.

Der Wind weht schwach bis mäßig, in Schauer- und Gewitternähe sind allerdings auch stürmische Böen und Sturmböen (60 bis 80 km/h) möglich.

Freitag und Samstag wechselhaft

Am Freitag wird wechselhaftes Wetter mit Schauern und Gewittern erwartet, dazwischen kommt nur ab und zu die Sonne durch. Es wird allmählich kühler. Nachts geht das Thermometer auf 11°C bis 14°C runter, tagsüber sind 16°C bis 21°C vorhergesagt.

Ähnlich sieht es auch am Samstag aus: wechselnd bis stark bewölkt und weitere Schauer oder Gewitter, das bei 10°C bis 13°C in der Frühe und 17°C bis 20°C am Nachmittag. Am Sonntag ist der Himmel teils wolkig, teils aufgelockert, bei 9°C bis 21°C. Nur noch vereinzelt fallen Schauer. Am Montag soll es mit dem Regen schon wieder vorbei sein: sonnig oder leicht bewölkt und trocken, 9°C bis 13°C morgens und 21°C bis 26°C nachmittags.

Nicht ausreichend

Um das bisherige Niederschlagsdefizit dieses Jahres auszugleichen, reichen die ab Donnerstag erwarteten Regenmengen bei Weitem nicht aus. Als Faustregel gilt, dass es einen Liter Regen benötigt, um einen Quadratmeter Boden einen Zentimeter tief zu durchfeuchten.

Bis Sonntag könnten also runde 25 Zentimeter trockener Boden durchfeuchtet werden. Die aktuelle Trockenheit ist aber auch in einer Tiefe von 1,8 Metern noch deutlich zu spüren. Um das Defizit auszugleichen, wären nach Einschätzung des ARD-Wetterkompetenzzentrums rund 200 Liter Regen pro Quadratmeter nötig. Das entspräche etwa einem drei Monate andauernden Landregen.

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