Regenschauer ziehen über das Land (Foto: Imago/Seegerer)

Nur im Saarland "normale" Regenmenge

  29.04.2019 | 12:22 Uhr

Bundesweit war der April viel zu trocken: Im Schnitt fiel nur rund die Hälfte der sonst üblichen Regenmenge. Eine Ausnahme bildet das Saarland, das als einziges Bundesland auf seine "normalen" Werte kam. Aber auch hier war es zu warm - den mittlerweile 13. Monat in Folge.

Mehrere Waldbrände in der ganzen Republik rund um Ostern, regelrechte Staubstürme in Vorpommern: Der April war vielerorts deutlich zu trocken. Im Schnitt registrierte der Deutsche Wetterdienst (DWD) an seinen rund 2000 Messstationen gerade einmal 30 Liter pro Quadratmeter - also rund die Hälfte des langjährigen Mittels.

Lediglich im Saarland - dem im April bundesweit niederschlagreichsten Bundesland - wurde mit 65 Litern pro Quadratmeter der normale Wert erreicht, bzw. sogar leicht übertroffen.

Vor einer Woche hatte der Deutsche Wetterdienst gewarnt, dass ein noch härterer Dürresommer drohen könnte, wenn die trockene Witterung erneut monatelang anhalten würde. Im Saarland sehen die Landwirte derzeit keine Probleme. Es sei genug Feuchtigkeit im Boden.

"Klimawandel live erleben"

Wie im restlichen Deutschland war es im Saarland aber mit durchschnittlich 9,4 Grad Celsius zu warm - auch wenn die Abweichung mit 1,2 Grad nicht ganz so deutlich war wie im Bundesschnitt (+ 2,2 Grad).

"Wir können jetzt den Klimawandel live erleben", kommentierte DWD-Präsident Gerhard Adrian die Wetter-Monatsbilanz. Den 13. Monat in Folge hätten die Temperaturen über dem langjährigen Mittel gelegen. "Das hat es in Deutschland seit 1881 noch nie gegeben."

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