Rettungsassistenten liefern eine Notfallpatientin auf einer Trage in ein Krankenhaus ein. (Foto: picture alliance/Stephan Jansen/dpa)

Weniger Tote durch Schlaganfälle im Saarland

Leonie Rottmann   10.05.2019 | 10:00 Uhr

Die Zahl der Schlaganfälle war im Saarland im Jahr 2017 nach wie vor überdurchschnittlich hoch. Allerdings sterben hier nicht mehr Menschen als im Bundesdurchschnitt daran. Im Vergleich zu früher überleben laut Statistischem Bundesamt deutlich mehr Menschen einen Schlaganfall.

Der Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache und die häufigste Ursache für Behinderungen im Erwachsenenalter. In Deutschland haben im Jahr 2017 rund 260.000 Menschen einen Schlaganfall erlitten – mehr als 4000 davon aus dem Saarland. Auf 100.000 Einwohner kamen demnach 348 Schlaganfälle, im Bundesdurchschnitt waren es nur 292.

Video [aktueller bericht, 10.05.2019, Länge: 3:34 Min.]
Bei einem Schlaganfall zählt jede Sekunde

Mehr Menschen überleben Schlaganfälle

Im Jahr 2016 starben insgesamt 197 Saarländer an einem Schlaganfall. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl liegt dieser Wert im Bundesschnitt. Heute sterben viel weniger Saarländer als früher daran: pro 100.000 Einwohner rund 17 Todesfälle. 1998 waren es noch über 25. Das spricht laut Gesundheitsministerium für eine gute Versorgung von Schlaganfallpatienten.

Noch besser sei aber Prävention: „Vorbeugen durch einen gesunden Lebensstil ist entscheidend“, sagt Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU). Experten seien sich einig, dass bis zu 70 Prozent der Schlaganfälle durch Vorsorge vermeidbar wäre.

Tote durch Schlaganfall im Saarland

Über dieses Thema wurde auch im aktuellen bericht im SR Fernsehen vom 10.05.2019 berichtet.

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