Friedhof (Foto: SR Fernsehen)

Immer weniger katholische Bestattungen

  15.11.2018 | 12:45 Uhr

Die Zahl der katholischen Bestattungen im Bistum Trier ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten zurückgegangen. Gerade in urbanen Regionen werden kirchliche Sterbeämter zunehmend durch weltliche Abschiedsfeiern abgelöst.

Im vergangenen Jahr gab es im Bistum Trier 17.344 Bestattungen nach katholischem Ritus. Zwanzig Jahre zuvor waren es noch 1800 mehr, teilte das Bistum mit. Ein Arbeitskreis zu Tod und Trauer stelle einerseits "ein Wegbrechen" von traditionellen Formen und Ritualen fest. Andererseits entstünden neue Symbolhandlungen, hieß es. Spürbar sei, dass in urbanen Gebieten die Zahl der Sterbeämter abnehme und die Zahl der Abschiedsfeiern zunehme - beispielsweise auf dem Friedhof oder in Räumen der Bestattungsinstitute.

Seit März 2018 arbeite eine Arbeitsgruppe an einem Rahmenkonzept für den Bestattungsdienst im Bistum Trier. Die Einbindung und Qualifizierung von Ehrenamtlichen im Bestattungsdienst stehe momentan noch in den Startlöchern.

Nur noch jeder zweite kirchlich bestattet

Auch bundesweit lässt sich ein rückläufiger Trend bei kirchlichen Bestattungen feststellen. Nach Angaben der Verbraucherinitiative Aeternitas, die sich unter anderem auf Zahlen der katholischen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland beruft, wurde 2016 nur noch rund jeder zweite Verstorbene nach kirchlichem Ritus beerdigt. Um die Jahrtausendwende lag die Quote noch bei über 70 Prozent.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 15.11.2018 berichtet.

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