Einbrecher (Foto: dpa/Frank Rumpenhorst)

Weniger Einbrüche im Saarland

  18.11.2020 | 07:23 Uhr

Im Jahr 2020 hat die Polizei im Saarland bislang weniger Wohnungseinbrüche registriert. Es gebe zwar noch keine konkreten Fallzahlen, aber es zeichne sich für das laufende Jahr eine leicht rückläufige Entwicklung ab, teilte das Landespolizeipräsidium mit.

Es sei davon auszugehen, dass die angeordneten Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, wie beispielsweise der Lockdown, Auswirkungen auf die Machenschaften der Einbrecher hätten, teilt das Landespolizeipräsidium im Saarland mit. Der vermehrte Aufenthalt im eigenen Haushalt wegen Kontaktbeschränkungen und Homeoffice habe möglicherweise die Tatengelegenheiten reduziert, sagt Sprecher Stephan Laßotta.

Hinzu kämen die vorübergehend eingeführten Kontrollen an den deutschen Grenzen zu den Nachbarländern: Sie hätten zur Folge gehabt, dass wohl weniger reisende Täter aus dem Ausland im Saarland unterwegs waren. Vor allem für die Monate März, April und Mai sei ein merklicher Fallzahlenrückgang bei Einbrüchen erkennbar, sagte er.

1480 Einbrüche im vergangenen Jahr

Seit Juni bewegten sich die Fallzahlen ungefähr wieder auf Vorjahresniveau. Erfahrungsgemäß stiegen die Fallzahlen im Herbst, also in der "dunklen Jahreszeit", an. Da aber derzeit erneut ein Teil-Lockdown gelte, könne die Entwicklung im Deliktbereich derzeit nicht abgesehen werden. Im Jahr 2019 standen im Saarland insgesamt 1480 Wohnungseinbruchsdiebstähle in der Statistik.

Bei anderen Delikten sei dagegen eine Zunahme der Fallzahlen zu beobachten: Dazu gehörten die Verbreitung, der Erwerb, der Besitz und die Herstellung kinderpornografischer Schriften sowie Betrug und Straftaten zum Nachteil älterer Menschen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 18.11.2020 berichtet.

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