Eine Impfinjektion wird in den Arm gespritzt (Foto: picture alliance/dpa | Daniel Karmann)

Im Saarland impfen immer weniger Ärzte

  17.08.2021 | 13:41 Uhr

Im Saarland bieten nur noch etwa halb so viele Arztpraxen Impfungen an wie zu Spitzenzeiten, schätzt die Kassenärztliche Vereinigung. Genaue Zahlen liegen zwar nicht vor, vor allem bei Fachärzten sinke aber die Nachfrage.

Zu Höchstzeiten haben im Saarland etwa 1000 Ärzte Schutzimpfungen gegen das Coronavirus angeboten. Nach Einschätzung der Kassenärtzlichen Vereinigung (KV) sind es inzwischen nur noch halb so viele.

Als Gründe dafür nennt KV-Chef Joachim Meiser unter anderem, dass vor allem bei Fachärzten die Impfungen weniger nachgefragt werden. Außerdem sei der bürokratische Aufwand hoch. Und weil nur Injektionsfläschchen mit sechs beziehungsweise zehn Dosen zur Verfügung stünden und keine Einzeldosen, laufe man Gefahr, dass Impfstoff vernichtet werden müsse.

Im Saarland sinkt die Zahl der Erstimpfungen im August nach einem Höchststand im Juni.

Auch bundesweit Rückgang

Mit dem Rückgang der Arztpraxen, die Impfungen anbieten, liegt das Saarland im bundesweiten Trend. Deutschlandweit hatten laut RKI in der ersten Augustwoche noch 29.300 Praxen Patienten gegen das Corona-Virus geimpft. Ursprünglich waren es 52.600 Praxen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 17.08.2021 berichtet.

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