Ein Kleinkind wird geimpft. (Foto: Imago Images/Panthermedia)

Wenige Windpocken-Fälle im Saarland

  21.01.2020 | 17:32 Uhr

Das Saarland hat nach Mecklenburg-Vorpommern bundesweit die zweitwenigsten Windpocken-Fälle. Das liegt auch an der hohen Zahl der Impfungen hierzulande, sagt das Robert-Koch-Institut.

Ein „Sternenhimmel“ auf der Haut mag romantisch klingen. Doch hinter dem Ausdruck, mit dem Mediziner die äußeren Symptome von Windpocken bezeichnen, verbirgt sich ein unangenehmer Hautausschlag mit Bläschen, Knötchen und Schorf. Mit dem gemeinsam auftretenden Fieber ist er für kleine Kinder eine schmerzhafte Erfahrung, für Erwachsenen kann die Infektion im Extremfall sogar tödlich enden. Und weil das Ganze auf der einen Seite hochansteckend ist, auf der anderen Seite durch Prävention aber leicht zu verhindern wäre, hat die Ständigen Impfkommission (STIKO) 2004 eine Standardempfehlung gegen die in der Fachsprache Varizellen genannten Windpocken gegeben.

Impfquote von 94 Prozent

Im Saarland kommen dieser Empfehlung besonders viele Menschen nach. Laut den Daten der Schuleingangsuntersuchungen 2017 erhielten hierzulande 94 Prozent der Kinder eine erste Varizellen-Impfung. Das ist bundesweit der dritthöchste Wert (Bundesschnitt: 87,3 Prozent).

Und die hohe Impfbereitschaft scheint Wirkung zu zeigen. So kamen im Saarland 2018 auf 100.000 Einwohner zehn Fälle von Windpocken. Zum Vergleich: In Sachsen, wo die Impfquote bei 79,6 Prozent lag, waren es 43 Fälle.

Innerhalb des Saarlandes gibt es dabei durchaus Unterschiede. So gab es 2018 im Landkreis Merzig-Wadern 17 Fälle pro 100.000 Einwohner, während es in Sankt Wendel und Saarlouis nur sechs waren. In anderen Jahre lagen die Zahlen sogar noch deutlicher auseinander: Während 2016 in Merzig-Wadern 34 Fälle pro 100.000 Einwohnern gemeldet wurden, waren es in Sankt Wendel nur zwei.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 21.01.2020 berichtet.

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