Sterben im Hospiz (Foto: dpa)

Einrichtungen werben für die Hospizidee

Anke Birk   13.10.2018 | 18:33 Uhr

Anlässlich des Welthospiztages haben am Samstag zahlreiche Hospizeinrichtungen für die Hospizidee geworben und auf die Situation von schwerstkranken Menschen aufmerksam gemacht. Im Saarland gibt es neben mehreren ambulanten Diensten auch vier stationäre Hospize in Saarbrücken, Bous, Neunkirchen und St. Wendel.

480 Menschen sind im vergangenen Jahr in den vier stationären Hospizen im Saarland begleitet worden. Nach Angaben der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz Saarland gab es eine höhere Nachfrage nach stationärer Versorgung als Plätze zur Verfügung standen. Allerdings steige die Zahl der Mitarbeiter in den ambulanten Diensten stetig. Zudem gelte die Regel: Ambulante Versorgung vor stationärer Versorgung. Die stationäre Unterbringung eines Sterbenden werde dann genutzt, wenn etwa die Versorgung so aufwendig geworden sei, dass die "Häuslichkeit" an ihre Grenzen komme.

Video [aktueller bericht, 12.10.2018, Länge: 3:16 Min.]
Welthospitztag 2018

Hospize

Hospize sind Einrichtungen der Sterbegleitung. Sie wollen das Sterben wieder in das Leben integrieren. Den Kranken und ihren Angehörigen soll ein Stück Normalität vermittelt werden. Hospize wollen eine menschenwürdige Alternative sein, wenn eine Krankenhausbehandlung nicht mehr gewollt oder aus medizinischer Sicht nicht erforderlich ist.

Jedem Betroffenen soll aber grundsätzlich das Sterben zu Hause in den eigenen vier Wänden ermöglicht werden. Die Hospizmitarbeiter beraten die Patienten und ihre Angehörigen. Insgesamt 630 Ehrenamtliche begleiten Sterbende und deren Familien im Saarland. Auch nach dem Tod gebe es eine Vielzahl von Angeboten für die Angehörigen, um mit der Trauer umzugehen.

 Über dieses Thema wurde auch im aktuellen bericht vom 13.10.2018 berichtet.

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