Menschen stehen im Neunkircher Impfzentrum Schlange (Foto: Felix Schneider/SR)

Impfzentren suchen weiteres Personal

Steffani Balle   23.02.2021 | 19:23 Uhr

Ab kommender Woche soll das Impftempo im Land zulegen. Dann sollen in den Impfzentren Neunkirchen und Saarlouis jeweils 750, in Saarbrücken rund 1500 Impfdosen am Tag gegeben werden. Dafür wird noch Personal gesucht.

Jeweils rund ein Dutzend Stellen für ärztliches Personal sind in Neunkirchen und Saarlouis zu besetzen, in Saarbrücken sind es mehr als 20. Bewerbungsgespräche laufen, bestätigen die Kreise auf SR-Anfrage. Es fehle es vor allem an Menschen, die die Spritzen setzen können.

Gillo schlägt vor, auch Studenten einzusetzen

Regionalverbandsdirektor Peter Gillo (SPD) schlägt deshalb eine Ausweitung der infrage kommenden Kandidaten vor: Nicht nur Pflegekräfte und Arzthelferinnen, sondern auch Physiotherapeuten oder Medizinstudierende nach dem Physikum könnten seiner Meinung nach für den Job im Impfzentrum geschult und dann eingesetzt werden.

Gillo rechnet damit, dass im Mai sieben Tage die Woche von morgens früh bis spät abends geimpft werden wird, weil dann genügend Impfstoff im Lande sei. Deshalb stelle er gerade sogar gerne über den akuten Bedarf hinaus Leute ein.

Perspektive für Zeit nach Impf-Einsatz angeregt

In Neunkirchen scheint es an freien Fachkräften zu mangeln, bedauert der medizinische Leiter Jesinghaus. Er schlägt vor, für diejenigen, die für den Einsatz im Impfzentrum eine feste Arbeitsstelle aufgeben, ein Job-Management einzurichten. So soll eine Perspektive für die Zeit nach dem Einsatz im Impfzentrum geschaffen werden. In Saarlouis ist man zuversichtlich, bis Mitte März genügend Personal an Bord zu haben, um dann auf Zweischicht-Betrieb in Vollauslastung umsteigen zu können.

Über dieses Thema berichtete die SR 3 Rundschau am 23.02.2021.

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