Polizisten stehen nahe des Einsatzortes in Saarbrücken-Klarenthal und besprechen den Einsatz (Foto: picture alliance/dpa/BeckerBredel | BeckerBredel)

Weitere Beamte bei Schießerei in Klarenthal Anfang Juni verletzt

mit Informationen von Thomas Gerber   15.06.2022 | 14:57 Uhr

Nach der Schießerei in Klarenthal mit einem schwer verletzten Polizisten, haben sich inzwischen weitere Beamte gemeldet, die sich bei dem Vorfall verletzt hatten. Sie erlitten ein Knalltrauma. Inzwischen steht nach SR-Informationen auch fest, dass dem Schützen nach einer vorangegangenen Kontrolle keine Handschellen angelegt worden waren.

Bei der Schießerei zwischen einem 67 Jahre alten Rechtsanwalt und Spezialkräften der Polizei vor knapp zwei Wochen in Klarenthal sind weitere Beamte verletzt worden.

Wie das Landespolizeipräsidium dem SR bestätigte, wurde bei dem Einsatz nicht nur ein Kollege angeschossen, drei weitere erlitten zudem ein Knalltrauma.

Sie mussten sich in ärztliche Behandlung begeben und haben den Vorfall inzwischen als Dienstunfall angezeigt. Die drei hatten sich offenbar in der Nähe des Schützen beziehungsweise von schießenden Kollegen aufgehalten. Darüber hinaus habe man allen am Einsatz Beteiligten psychologische Unterstützung angeboten, von der einige bereits Gebrauch gemacht hätten.

Mann zeigte sich zunächst kooperativ

Unterdessen hat sich nach SR-Informationen bestätigt, dass dem 67-Jährigen nach der Kontrolle in der Saarbrücker Saaruferstraße keine Handfesseln angelegt worden waren. Spezialkräfte hatten den Mann am Morgen kurz vor der geplanten Durchsuchung in Saarbrücken abgepasst und in seinem Wagen gestoppt. Dabei habe er sich kooperativ gezeigt und eine Waffe aus dem Handschuhfach herausgegeben.

Im Anschluss waren die Beamten mit ihm nach Klarenthal gefahren. Dort zog er unvermittelt eine Waffe und schoss auf die Beamten. Danach verschanzte er sich in dem Haus. Die Polizei konnte das Gebäude schließlich stürmen.

Der 67-Jährige wurde tot aufgefunden. Er hatte zunächst seinen Hund und dann sich selbst erschossen. Die interne Nachbereitung des Polizeieinsatzes dauert noch an.

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