Ein Screenshot einer mutmaßlichen Betrüger-Website (Foto: SR)

Weitere Aussagen im Prozess um Online-Betrug

Niklas Resch / Onlinefassung: Anne Staut   20.06.2022 | 15:44 Uhr

Im Betrugsprozess um gezinkte Online-Finanzportale haben weitere Geschädigte ausgesagt. Dabei ging es vor dem Saarbrücker Landgericht um Verluste zwischen 60.000 und fast 170.000 Euro. Viele Geschädigte leiden noch unter den Folgen.

Vor dem Saarbrücker Landgericht haben am Montag weitere Geschädigte im Prozess um Online-Betrug ausgesagt.

Es ist der bisher höchste Einzelschaden, über den ein 48-Jähriger am Montag berichtete: Auf der Online-Plattform "Zoomtrader" habe er rund 167.000 Euro verloren, zwischen 2017 und 2018. Weil er für die vermeintlich lukrativen Investitionen mehrere Darlehen aufgenommen habe, müsse er jetzt monatlich hohe Raten abstottern.

Mehr als 1100 Geschädigte

Auch andere Geschädigte leiden noch unter den Summen, um die sie betrogen wurden. Er sei psychisch noch immer angeschlagen, betonte etwa ein 60-Jähriger aus Rheinland-Pfalz – auch, weil er sich damals privat rund 40.000 Euro geliehen habe und auch dieses Geld weg sei.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die angebotenen Finanzwetten gezinkt waren und das Geld direkt in die Taschen der Betrüger floss. Insgesamt geht es um mehr als 1110 Geschädigte und rund 42 Millionen Euro.

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Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 20.06.2022 berichtet.

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