Von der Polizei in Aachen sichergestellte Tütchen mit Legal Highs (Foto: picture alliance/-/Polizei Aachen/dpa)

Warnung vor Legal Highs im Saarland

  22.12.2019 | 09:42 Uhr

In NRW sind offenbar mindestens drei Menschen nach der Einnahme bestimmter "Legal Highs" gestorben. Die Polizei schließt nicht aus, dass die Substanzen auch im Saarland im Umlauf sind und hat eine eindringliche Warnung herausgegeben.

Wer "Legal Highs" oder ähnliche Substanzen zu sich genommen hat, sollte sich unverzüglich in ärztliche Aufsicht begeben, rät die Polizei im Saarland. Wer Personen kennt, die diese Drogen erworben oder konsumiert haben, sollte ebenfalls schnell Polizei und Rettungsdienste alarmieren.

Größere Menge in NRW sichergestellt

Hintergrund sind aktuelle Laborbefunde einer größeren Menge der Designerdroge, die Ende November bei Aachen sichergestellt wurde. Die Polizei geht davon, dass bereits bei drei Todesfällen in NRW ein Zusammenhang mit der Einnahme der Designerdroge wahrscheinlich sei - oder zumindest nicht ausgeschlossen werden kann.

Die bunten und auffälligen Plastikverpackungen der Designerdroge täuschten oft über die Gefährlichkeit hinweg, so die Polizei. Die genaue chemische Zusammensetzung sei für den Konsumenten nicht erkennbar, die Wirkung daher nicht kalkulierbar. Die Drogen wurden unter anderem über Onlineshops verkauft.

Polizei betont ärztliche Schweigepflicht

Der Umgang mit derartigen Substanzen ist nach Polizeiangaben strafbar. Im aktuellen Fall weist die Polizei Aachen allerdings auch auf die ärztliche Schweigepflicht hin. Wer aus gesundheitlichen Gründen einen Arzt aufsuche, setzte sich aufgrund dieser Schweigepflicht nicht der Strafverfolgung aus.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 22.12.2019.

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