Symbolbild: Eine Frau tippt auf einer Computertastatur (Foto: dpa/Jochen Lübke)

Warnung vor Corona-Betrugsmaschen

  02.04.2020 | 16:04 Uhr

Angebliche Heilmittel gegen das Coronavirus, gefälschte Bankanfragen oder unseriöse E-Mails zum Kurzarbeitergeld: Derzeit versuchen Betrüger gezielt, die Krise für ihre Zwecke auszunutzen, warnen das saarländische Verbraucherschutzministerium und die Bundesagentur für Arbeit.

Bundesweit erhielten derzeit Unternehmen unseriöse Mails von dem Absender kurzarbeitergeld@arbeitsagentur-service.de, teilte die Bundesagentur für Arbeit mit. Arbeitgeber würden darin aufgefordert, konkrete Angaben zu Personen und zum Unternehmen zu machen. Diese E-Mails sind allerdings gefälscht und sollten sofort gelöscht werden.

Die Bundesagentur fordere niemanden per Mail auf, Kurzarbeitergeld zu beantragen. Informationen zur Beantragung gebe es unter der gebührenfreien Nummer 0800 4555520 oder im Internet unter https://www.arbeitsagentur.de/m/corona-kurzarbeit/.

Gefälschte Bank-Mails und angebliche Wundermittel

Zuvor hatte bereits der saarländische Verbraucherschutzminister Reinhold Jost vor den derzeit kursierenden Betrugsmaschen gewarnt. So seien derzeit gefälschte E-Mails an Bankkunden im Umlauf, die sich auf die Schließung von Bankfilialen beziehen und unter diesem Vorwand Kontakt- und Kontodaten abfragen würden. Der Minister warnt: Die Daten sollten niemals preisgegeben werden, auch sollte nicht auf Links in diesen Mails geklickt werden.

Bei anderen Betrugsmaschen bieten Kriminelle an der Haustür oder am Telefon angebliche Heilmittel gegen Corona an oder fordern als mutmaßliche Gesundheitsamt-Mitarbeiter kostenpflichtige Corona-Tests ein. Auch darauf sollte man niemals eingehen, so Jost.

Aussagen über angebliche Heilmittel oder Nahrungsergänzungen, die das Infektionsrisiko senken würden, kursieren auch im Netz. "Schenken Sie diesen Aussagen keinen Glauben und hüten Sie sich im Onlinehandel vor völlig überzogenen Preisangeboten für Desinfektionsmittel oder Atemmasken", sagte Jost.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 02.04.2020 berichtet.

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