Halberg Guss (Foto: SR)

Erneuter Warnstreik bei Halberg Guss

Lars Ohlinger / Onlinefassung: Thomas Braun   11.06.2018 | 18:05 Uhr

Am Mittwoch sollen beim Autozulieferer „Neue Halberg Guss“ Verhandlungen zwischen Betriebsräten und der Geschäftsführung über die Zukunft der Standorte beginnen. Saarbrücken soll erhalten bleiben, hieß es bisher. Die Beschäftigten machen sich trotzdem Sorgen. Deshalb kam es am Montag zu Demonstrationen für den Erhalt von „Neue Halberg Guss“.

Bei Neue Halberg Guss in Saarbrücken beendeten die Mitarbeiter ihre Schicht jeweils zwei Stunden früher als normal. Die Belegschaft der Frühschicht demonstrierte zudem in Brebach für die Zukunft nicht nur ihrer Arbeitsplätze, sondern auch für die ihrer Kollegen am Standort Leipzig. Dort soll das Werk geschlossen werden und knapp 700 Personen ihren Job verlieren.

Sozialplanverhandlungen ab Mittwoch

Am Mittwoch beginnen im Unternehmen Verhandlungen über einen Sozialplan. Die Mitarbeiter fordern einen Sozialtarifvertrag und, dass Unternehmenseigentümer Prevent Geld, welches bei „Neue Halberg Guss“ eingenommen wird, nicht herauszieht und an andere Firmen weiterleitet.

Viele der 500 Beschäftigten, die in Brebach demonstrierten, befürchten zudem, dass nach der Schließung des Leipziger Standortes bald auch Saarbrücken dicht gemacht wird. Schon jetzt plant die Geschäftsführung, dass an der Saar 300 von insgesamt 1.500 Arbeitsplätzen abgebaut werden.

Linke beantragt "Aktuelle Stunde" zu Halberg Guss

Die Saar-Linke hat wegen der Krise bei Halberg Guss für Mittwoch im Landtag eine "Aktuelle Stunde" beantragt. Fraktionschef Oskar Lafontaine sagte, das Land müsse alles unternehmen, um den Abbau von Arbeitsplätzen in Saarbrücken zu verhindern. Lafontaine sprach sich für Belegschaftsbeteiligungen oder eine Stiftungslösung aus.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 11.06.2018 berichtet.

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