Ein Zug der Privat-Bahn „Vlexx“  (Foto: imago images/Jan Huebner)

EVG-Warnstreik bei Vlexx

Karin Mayer / Onlinefassung: Jan Henrich   08.03.2021 | 10:59 Uhr

Im Tarifstreit mit der Privatbahn Vlexx hat die Gewerkschaft EVG am Montag früh zum Warnstreik aufgerufen. Einschränkungen im Zugverkehr gab es nach Angaben des Unternehmens durch den Streik nicht. Die EVG fordert 7,6 Prozent höhere Einkommen für die rund 500 Vlexx-Beschäftigten.

Warnstreik bei Vlexx am frühen Morgen
Audio [SR 3, Karin Mayer, 08.03.2021, Länge: 00:49 Min.]
Warnstreik bei Vlexx am frühen Morgen

Aufgerufen waren nach Angaben der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) in erster Linie die Werkstatt und der Kundenservice. Lars Kreer von der EVG sagte dem SR, die Privatbahn habe in der dritten Verhandlungsrunde ihr Angebot verschlechtert. Sie biete 1,3 Prozent mehr für 2021 und 2022 bei eine Laufzeit von 26 Monaten.

Vlexx-Geschäftsführer Frank Höhler kann den Streik nicht nachvollziehen. Das Unternehmen habe eine Entgelterhöhung in zwei Stufen angeboten, sowie eine betriebliche Altersvorsorge, höhere Zuschläge und ein 13. Monatsgehalt. Über die gesamte Laufzeit bedeutet das eine Erhöhung um sechs Prozent für die Beschäftigten.

Festgefahrene Tarifverhandlungen

Den Schritt zum Warnstreik begründet die EVG mit "festgefahrenen Tarifverhandlungen". Seit Anfang Februar würde gar nicht mehr verhandelt. Die Gewerkschaft fordert 7,6 Prozent höhere Einkommen für die rund 500 Vlexx-Beschäftigten.

Einschränkungen im Zugverkehr gab es nach Angaben des Unternehmens durch den Streik nicht.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 08.03.2021.

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