Fit durch den Winter (Foto: Pixabay/NickyPe)

Deutscher Wetterdienst rechnet mit mildem Winter

  10.11.2022 | 18:03 Uhr

Viele Menschen blicken der kalten Jahreszeit aufgrund der hohen Energiepreise mit Sorgen entgegen. Nun hat der Deutsche Wetterdienst Hoffnung auf einen Winter mit vergleichsweise warmen Temperaturen gemacht.

Der Winter wird nach aktuellen Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) voraussichtlich eher mild ausfallen. Demnach sei im Dezember, Januar und Februar mit einer Durchschnittstemperatur von rund zwei Grad Celsius zu rechnen. Damit könnte der kommende Winter zu den 33 Prozent der mildesten Winter zwischen 1991 und 2020 gehören. Im Durchschnitt lag die Temperatur in diesem Zeitraum bei 1,4 Grad Celsius.

Mildem Winter geht warmer Herbst im Saarland voraus

Sollte sich die Prognose bewahrheiten, würde vor allem das Saarland auf ein insgesamt sehr warmes und trockenes Jahr zurückblicken. So war nicht nur der Sommer in keinem anderen Bundesland so sonnig und trocken wie im Saarland. Auch der Oktober erreichte Rekordtemperaturen: Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881 war er noch nie so warm wie in diesem Jahr. Und bisland zeigt sich auch der November ungewöhnlich mild mit – für diese Jahreszeit – extrem hohen Temperaturen.

Der DWD weist allerdings darauf hin, dass die Prognose auf saisonalen Klimavorhersagen basiert. Diese seien nicht mit der Verlässlichkeit von Wettervorhersagen vergleichbar. An einzelnen Tagen oder Wochen könne es auch deutlich kälter als die ermittelte Durchschnittstemperatur sein.

Warmer Winter könnte beim Energiesparen helfen

Angesichts der hohen Energiepreise dürften sich viele über einen milden Winter nicht allzu sehr grämen. "Die Winterprognose des Deutschen Wetterdienstes ist für alle Energieverbraucher eine gute Nachricht", urteilte Tobias Fuchs, DWD-Vorstand Klima und Umwelt. "Sollte das Modell recht behalten, können wir dadurch Heizenergie einsparen."

Der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, ergänzte: „Ein vergleichsweise milder Winter könnte uns dabei helfen, die notwendigen Einsparungen von mindestens 20 Prozent beim Gasverbrauch auch in den kommenden Monaten durchzuhalten.“ Zwar gebe es dank voller Gasspeicher eine gute Ausgangslage. Doch schon ein paar kalte Tage könnten ausreichen, dass der Verbrauch steige und die Speicher sich schnell leerten.

Auch wenn ein milder Winter in diesem Jahr den Geldbeutel besonders schonen mag und vorteilhaft für Deutschlands Sparziele ist – mit Blick auf den Klimawandel sollte die Prognose dennoch zu bedenken geben.

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