Ein Mountainbiker fährt durch den Wald (Foto: picture alliance/dpa | Daniel Karmann)

Neuer "Wald-Knigge" soll für Verhaltensregeln sensibilisieren

  30.01.2021 | 09:30 Uhr

In der Corona-Zeit erleben die saarländischen Wälder einen regelrechten Besucheransturm. Das hat teilweise zu Konflikten zwischen verschiedenen Besuchergruppen geführt, auch für die Waldtiere bedeutet es zusätzlichen Stress. Umweltministerium und Saarforst haben deshalb einen Wald-Knigge erstellt, um Besucher noch einmal für die richtigen Verhaltensregeln zu sensibilisieren.

Wald-Knigge: Genießen, nicht schaden lautet die Devise
Audio [SR 3, Patrick Wiermer, 28.01.2021, Länge: 03:06 Min.]
Wald-Knigge: Genießen, nicht schaden lautet die Devise

In der Corona-Zeit erleben die saarländischen Wälder einen regelrechten Besucheransturm. Das hat teilweise zu Konflikten zwischen verschiedenen Besuchergruppen geführt, auch für die Waldtiere bedeutet es zusätzlichen Stress. Umweltministerium und Saarforst haben deshalb einen Wald-Knigge erstellt, um Besucher noch einmal für die richtigen Verhaltensregeln zu sensibilisieren.

Auf rund 50.000 Menschen schätzt das Umweltministerium die Zahl der täglichen Waldbesucher in den vergangenen Wochen und Monaten. Dabei sei es immer wieder zu Konflikten gekommen - etwa zwischen Spaziergängern und Radfahrern, insbesondere Mountainbikern. Hierzu hat das Ministerium bereits einen Runden Tisch mit beteiligten Verbänden ins Leben gerufen. Ein Ziel dabei ist es, landesweit Mountainbikestrecken auszuweisen, die legal genutzt werden können.

Problematisch ist auch das steigende Müllaufkommen - die Kosten für die Beseitigung von illegal abgelagerten Müll steigen bereits seit Jahren. Alleine im vergangenen Jahr mussten dafür laut Ministerium 215.000 Euro ausgegeben werden.

Appell: Auf den Wegen bleiben!

Und nicht zuletzt bedeutet die gestiegene Zahl an Waldbesuchern auch einen erhöhten Stress für die dort lebenden Tiere, insbesondere wenn die Spaziergänger, Sportler oder Radfahrer abseits der Wege unterwegs sind. In der aktuellen nahrungsarmen und ruhebedürftigen Winterzeit sei das eine besondere Belastung für die Tiere, auch in der kommenden Brut- und Setzzeit seien Störungen zu erwarten. "Wir appellieren an alle Besucher, auf den Wegen zu bleiben", sagte daher Umweltminister Reinhold Jost (SPD).

Der neue Leitfaden wird an alle Kommunen, Tourismuszentralen und Naturverbände geschickt. Zudem kann er auf der Internetseite des Ministeriums bestellt oder heruntergeladen werden.

Ein Thema in der Sendung "aktueller bericht" am 30.01.2021.

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