Ein Rettungswagen  im Einsatz (Foto: Imago/onw-images/MariusBulling)

Feuerwehr und Rettungsdienste erwarten einsatzreiche Nacht

Mit Informationen von Pasquale D´Angiolillo   31.12.2022 | 19:45 Uhr

Die Mitarbeitenden von Feuerwehr und Rettungsdiensten rechnen mit einer arbeitsreichen Nacht. Denn von Silvesterraketen gehen verstärkt Brand- und Verletzungsgefahren aus. Die Einsatzkräfte wünschen sich vor allem in so einer Nacht mehr Rücksichtnahme von der Bevölkerung.

Durch das Verkaufsverbot von Feuerwerksartikeln gab es für die Rettungsdienste in den vergangen zwei Jahren in der Silvesternacht deutlich weniger Einsätze. In diesem Jahr wird das wohl nicht so bleiben. Denn das Silvesterfeuerwerk ist wieder möglich.

Silvesternacht "enormer Stress"

In der Rettungswache Neunkirchen stellt man sich auf eine arbeitsreiche Nacht ein. "Wir haben schon im Alltag sehr viel Stress. Mit den ganzen Silvestereinsätzen muss man dann noch mehr arbeiten. Das ist schon enormer Stress", sagt der Notfallsanitäter Kevin Klein.

Er wünscht sich, dass die Leute ein bisschen vorsichtiger wären. "Klar, man kann das nicht alles vermeiden" - aber man könne vielleicht auch ein bisschen Rücksicht auf die Mitarbeitenden des Rettungsdienstes nehmen. "Wenn man da ein Rettungswagen sieht, dann vielleicht mal kurz aufhören einen Böller zu werfen oder eine Rakete zu schießen. Das würde vielleicht schon ein bisschen helfen", sagt er.

Video [aktueller bericht, 31.12.2022, Länge: 1:55 Min.]
Einsatzkräfte bereiten sich auf Silvesternacht vor

Mehr Rücksichtnahme gewünscht

Auch die Feuerwehr Neunkirchen hofft auf mehr Rücksicht der Bevölkerung. Oftmals müssen die ehrenamtlichen Helfer ausrücken, obwohl das Problem einfach hätte vermieden oder selbstständig behoben werden können.

"Wir werden relativ häufig in den Nachtstunden nach dem Jahreswechsel zu brennenden Feuerwerksresten gerufen", sagt Christopher Benkert von der Feuerwehr. Das passiere zum Beispiel schnell, wenn Kartonage etwa von Feuerwerksbatterien liegen bleibe, die sich leicht entzünden kann.

"Viele Leute rufen dann die Feuerwehr. Natürlich löschen wir das, das ist unsere Arbeit. Aber etwas mehr Engagement zur Selbsthilfe wäre an der Stelle auch angebracht", so Benkert. Denn auch bei den Rettungsdiensten herrscht Personalmangel und Arbeitsüberlastung. Ein rücksichtsvoller Umgang könnte helfen - gerade in so einer Ausnahmenacht wie über den Jahreswechsel.

Über dieses Thema hat auch der aktuelle bericht im SR Fernsehen am 31.12.2022 berichtet.


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