Symbolbild: Teströhrchen Affenpocken-Virus (Foto: Imago/Davor Puklavec/PIXSELL)

Saarland bereitet sich auf Affenpocken vor

  25.05.2022 | 11:51 Uhr

Das Gesundheitsministerium bereitet sich auf mögliche Infektionsfälle mit Affenpocken im Saarland vor. In den letzten Tagen waren bundesweit weitere Fälle hinzugekommen. Grund zur Panik besteht laut Gesundheitsministerium aber nicht.

Am Dienstag sind in Deutschland mehrere neue Fälle von Infektionen mit Affenpocken gemeldet worden. Unter anderem wurde in Hessen ein erster Infektionsfall gemeldet. Auch wenn die Zahl der bestätigten Infektionen bundesweit derzeit noch insgesamt gering ist, will das saarländische Gesundheitsministerium nun Vorbereitungen für mögliche Infektionen im Saarland treffen. Wichtig sei es, mögliche Infektionsausbrüche schnell einzudämmen.

"Wir stehen derzeit im Austausch mit den Gesundheitsämtern, dem Universitätsklinikum des Saarlandes, der Kassenärztlichen Vereinigung, dem RKI und dem Bundesgesundheitsministerium, um eine einheitliche Vorgehensweise zu gewährleisten und vor einer Ausbreitung zu schützen", sagte der saarländische Gesundheitsminister Magnus Jung (SPD).

"Kein Grund zur Panik"

Grund zur Vorsicht sei geboten, Grund zur Panik bestehe jedoch nicht, betonte Jung. Experten gingen nicht davon aus, dass eine neue Pandemie zu befürchten sei. Auch der Virologe Jürgen Rissland von der Homburger Uniklinik sagte im SR-Interview Anfang der Woche, dass er nicht an eine weitere Pandemie glaube.  

Seit Mai 2022 wurden in Europa vermehrt Fälle von Affenpocken gemeldet. Die Virusinfektion kann sich durch Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen sowie geschwollene Lymphknoten äußern. Nach einigen Tagen kann zudem ein Ausschlag auftreten, der sich meist zunächst im Gesicht zeigt und dann auf andere Körperteile ausbreitet.

21 Tage Isolation bei Infektion

Laut Robert Koch-Institut wird die Infektion nur selten von Mensch zu Mensch übertragen. Dafür sei enger Kontakt notwendig. Eine Ansteckungsgefahr bestehe so lange, bis der Ausschlag abgeklungen und der letzte Schorf abgefallen sei, so das saarländische Gesundheitsministerium.

Das Gesundheitsministerium rät Personen mit entsprechenden Symptomen sich schnellstmöglich an einen Arzt zu wenden. Wer sich mit Affenpocken infiziert hat, soll in Deutschland für mindestens 21 Tagen in Isolation. Das hatte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Dienstag angekündigt.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 25.05.2022 berichtet.

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