Ein Kind schaukelt auf einem Spielplatz vor einem Hochhaus (Foto: dpa)

Starker Anstieg bei Kindeswohlgefährdungen

mit Informationen der dpa   06.09.2019 | 17:09 Uhr

Die Zahl der Kindeswohlgefährdungen im Saarland ist im vergangenen Jahr stark angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr meldeten die Jugendämter 23 Prozent mehr Fälle.

Insgesamt gab es 2018 im Saarland 322 Fälle von Kindeswohlgefährdung, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. 121 Fälle im Saarland stuften die Behörden dabei als "akut" ein. Bei knapp 78 Prozent aller Kindeswohlgefährdungen handelte es sich um Vernachlässigung, gefolgt von psychischer und körperlicher Misshandlung.

Höchster Wert seit Einführung der Statistik

Bei rund 535 Kindern und Jugendlichen stellte das Jugendamt fest, dass zwar keine Kindeswohlgefährdung vorliegt, die Familien aber dennoch Unterstützung brauchen. Insgesamt gab es im Saarland im vergangenen Jahr 1712 Verfahren zur Überprüfung einer Kindeswohlgefährdung. Deutschlandweit waren es rund 50.400. Dies ist laut Statistischem Bundesamt der höchste Stand an seit Einführung der Statistik im Jahr 2012.

Eine Kindeswohl-Gefährdung liegt vor, wenn eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls eines Kindes droht oder schon eingetreten ist.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten des SR vom 06.09.2019 berichtet.

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