Eine Frau hat in ihrer Wohnung die Internetseite "Onlinewache der Polizei" der Polizei des Saarlands aufgerufen (Foto: picture alliance/dpa/Harald Tittel)

Erfolgreicher Start der Online-Wache

Birgit Reichert / dpa   12.01.2019 | 10:10 Uhr

Seit wenigen Wochen muss man für die Anzeige einiger Straftaten im Saarland nicht mehr zur Polizei gehen. Möglich macht es eine sogenannte Onlinewache. Laut Polizei wird das Angebot gut genutzt: Sie registrierte bislang mehr als 200 Anzeigen und Hinweise.

Seit 6. Dezember können Bürger bestimmte Straftaten auch von zu Hause oder unterwegs per Internet in der Onlinewache anzeigen - und müssen nicht mehr persönlich bei der Polizei erscheinen. "Die ersten Erfahrungen mit unserer neuen Onlinewache sind sehr positiv", sagt Landespolizeipräsident Norbert Rupp. Diese orts- und zeitunabhängige sowie barrierefreie Möglichkeit zur Kontaktaufnahme mit der Polizei komme gut an. Die Anzeigen laufen in der Führungs- und Lagezentrale des Landespolizeipräsidiums ein.

Betrugsanzeigen am häufigsten

Die sieben Eingänge pro Tag entsprechen den anfänglichen Erwartungen, sagte ein Sprecher des Landespolizeipräsidiums. Mit 35 Prozent registrierten die Beamten die meisten Strafanzeigen wegen Betruges. Wegen Sachbeschädigung gingen 14 Prozent und wegen Diebstahls elf Prozent ein. Rund 13 Prozent der Eingänge seien "sonstige Hinweise" gewesen, teilte die Polizei mit - darunter auch viermal ein Lob für die Arbeit der Polizei. Beschwerden habe es keine gegeben. Technische Probleme bislang auch nicht.

In fast allen anderen Bundesländern gibt es Onlinewachen bereits seit langem. Nicht online zur Anzeige gebracht werden können Gewaltstraftaten, Verkehrsunfälle oder Delikte, die einen sofortigen Polizeieinsatz erforderten.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 12.01.2019 berichtet.

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