Das WhatsApp-Programm auf einem Smartphone (Foto: dpa)

Fake-News zum Coronavirus in Whatsapp

  14.03.2020 | 17:50 Uhr

Rund um das Coronavirus werden immer wieder Falschnachrichten verbreitet. Aktuell ist im Saarland ein Whatsapp-Kettenbrief in Umlauf, in dem behauptet wird, Ibuprofen sei im Zusammenhang mit dem Coronavirus gefährlich. Die dort genannte Universität hat einen Zusammenhang dementiert.

Fake-News zum Coronavirus in Whatsapp
Audio [SR 3, Nadine Thielen, 16.03.2020, Länge: 02:36 Min.]
Fake-News zum Coronavirus in Whatsapp

In der Sprachnachricht, die momentan auch fleißig im Saarland verschickt wird, berichtet eine freundliche Frauenstimme, dass es einen Zusammenhang zwischen Corona-Fällen mit schweren Verläufen und dem Schmerzmittel Ibuprofen gebe. Das hätten Ärzte des Wiener Uniklinikums herausgefunden.

Die Medizinische Universität Wien stellte am Samstagmittag über Twitter klar, bei der Nachricht handele es sich "um #FakeNews, die in keinerlei Verbindung mit der #MedUniWien stehen". Auch der Homburger Virologe Dr. Jürgen Rissland stufte die Meldung gegenüber dem SR als "klassische Falschmeldung" ein.

Französischer Gesundheitsminister rät von Ibuprofen ab

Auch wenn die WhatsApp-Nachricht ein Fake ist, so gibt es tatsächlich aus Frankreich Ratschläge, Ibuprofen bei Covid-19 zu vermeiden. Der französische Gesundheitsminister Olivier Véran schrieb auf Twitter, die Einnahme von entzündungshemmenden Mitteln wie Ibuprofen und Cortison könne ein Faktor sein, der eine Infektion mit dem Coronavirus verschlimmere. Allerdings nannte Véran keine Quelle für seine Bedenken.

Ministerium warnt vor Corona-Fake-News

Das Bundesgesundheitsministerium warnte vor Falschnachrichten und Panikmache in Zusammenhang mit der Corona-Krise. Das Ministerium schreibt auf Twitter. "Es wird behauptet und rasch verbreitet, das Bundesministerium für Gesundheit/die Bundesregierung würde bald massive weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens ankündigen. Das stimmt NICHT! Bitte helfen Sie mit, ihre Verbreitung zu stoppen."

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