Eine Videokamera am Eurobahnhof in Saarbrücken (Foto: Th. Gerber/SR)

Videoüberwachung verzögert sich erneut

Thomas Gerber / Onlinefassung: Anne Staut   11.05.2020 | 17:31 Uhr

Die geplante Videoüberwachung am Saarbrücker Hauptbahnhof verzögert sich erneut. Grund dafür sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Ursprünglich sollten die Kameras bereits im Februar in Betrieb genommen werden.

Bei den Installationsarbeiten kommt es zu Liefer- und Personalengpässen, das hat das Innenministerium dem SR bestätigt. Es handele sich um "Begleiterscheinungen der Corona-Pandemie".

Demgegenüber laufe der Testbetrieb im Bereich der Johanneskirche seit Mitte Februar planmäßig. Dort würden derzeit weitere technische Feinjustierungen vorgenommen.

Die Videoüberwachung an diesem Kriminalitätsschwerpunkt habe bereits einen ersten Erfolg gehabt. Aufgrund der installierten Videotechnik sei ein versuchtes Tötungsdelikt aufgeklärt worden. Die Überwachungszentrale habe die Entstehungsphase der Tat beobachten und umgehend Einsatzkräfte vor Ort schicken können.

Einsatz der Kameras ursprünglich für Februar geplant

Wann die Kameras im Bereich des Hauptbahnhofs ihren Betrieb aufnehmen können, ließ das Ministerium offen. Man arbeite weiterhin mit Hochdruck an der Umsetzung des Videoüberwachungskonzepts.

Ursprünglich sollten die Kameras ebenfalls im Februar ans Netz gehen. Dieser Termin war aufgrund von Problemen mit der Stromversorgung um zunächst zwei Monate verschoben worden.

Zugleich erhöhten sich die Kosten um rund 200.000 Euro auf insgesamt gut 1,1 Millionen Euro. Minister Klaus Bouillon (CDU) hatte Anfang des Jahres Regressforderungen gegen das beauftragte Planungsbüro nicht ausgeschlossen.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 11.05.2020 berichtet.

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