Videobrille „Happymed“ im Einsatz im Klinikum Saarbrücken (Foto: Klinikum Saarbrücken)

Videobrille für Entspannung bei der OP

  02.03.2019 | 08:30 Uhr

Mit einer neuen Videobrille will das Klinikum Saarbrücken ab sofort für Entspannung bei OP-Patienten sorgen. "Happymed" soll bei Operationen mit regionaler Betäubung zum Einsatz kommen und während des Eingriffs helfen, sich abzulenken und Stresssymptome abzubauen.

Die audiovisuelle Stimulation soll den Menschen ihre Ängste nehmen. Denn eine Operation kann gerade für Laien neu und daher stressauslösend sein. Piepsende Maschinen oder auch die Fachgespräche des medizinischen Personals können nach Klinikangaben zur vermehrten Ausschüttung des Stresshormons Cortisol führen. Dieses wiederum erhöht den Blutdruck, Puls und Atmung beschleunigen sich.

Konzerte, Filme und Serien im Angebot

Hier soll "Happymed" für Abhilfe sorgen. Dabei steht nach Angaben des Klinikums eine Vielzahl von Videoinhalten zur Auswahl, zum Beispiel Konzerte, Filme, Serien und Entspannungssequenzen. Ein positiver Nebeneffekt könne sein, so das Klinikum in einer Mitteilung, dass durch die Videobrille der Einsatz von stärkeren Betäubungsmitteln verringert werden kann und Patienten die regionale Anästhesie wählen, falls sich der Eingriff dazu eignet.

Vertrieben wird die "Happymed" vom gleichnamigen Unternehmen aus Wien. Deutschlandweit haben bereits mehrere Kliniken die Brille im Einsatz, darunter zum Beispiel die Berliner Charité.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 02.03.2019 berichtet.

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