Bohrmeister Walter Herrmann (links) und Ingenieur Thomas Wittek an der neuen Trinkwasserbohrung (Foto: Peter Gaschott)

Verzögerungen bei neuem Trinkwasserbrunnen im Oberthal

  04.04.2021 | 08:42 Uhr

Die Trinkwasserbohrung im Ommersheimer Oberthal kommt langsamer voran als ursprünglich geplant. Ein neuer Brunnen soll dort für eine bessere Trinkwasserqualität in Mandelbachtal sorgen. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Probleme mit verkeimtem Wasser gegeben.

Die Ursache für die schlechte Trinkwasserqualität in Mandelbachtal liegt nach Angaben der Gemeinde an einem maroden Rohr, mit dem im Ommersheimer Oberthal das Wasser gefördert wurde. Die Sanierung verzögert sich nun. Die Trinkwasserversorgung sei allerdings gewährleistet.

Thomas Wittek, Ingenieur der GWW Grundwasser + Wasserversorgung GmbH, der die Brunnensanierung fachlich betreut, spricht von einer ganzen Kette von Umständen, die diese Baustelle zu einer großen Herausforderung machen. So stimmten beispielsweise weder der alte Bauplan noch die Materialien mit der Realität überein, teilte die Gemeinde mit.

Deutliche Schäden sichtbar

An den zutage geförderten alten Brunnenrohren seien deutliche Schäden erkennbar. "Faustgroße Löcher finden sich an vielen Stellen. Sie dürften die Ursache für die Verkeimung des Trinkwassers in der Vergangenheit sein", heißt es in einer Analyse der GWW.

Sobald die neue Bohrung fertig ist und die Brunnenstube und Pumpe funktionieren, soll das Trinkwasser nach Angaben der Gemeinde in guter Qualität in den Hochbehälter Ommersheim geleitet werden. "Von dort aus versorgt es Ommersheim mit Trinkwasser bester Qualität. Von hier aus kann aber auch Wasser in das übrige Mandelbachtaler Netz eingespeist werden, um beispielsweise Engpässe bei Vorlieferanten auszugleichen." Wie lange die Arbeiten noch andauern werden, sei noch unklar.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja