Schild in einer Wiese mit der Aufschrift "Auchtung: Hier ist kein Hundeklo" (Foto: Imago Images/Marius Schwarz)

Ärger um Hundekot auf dem Land

mit Informationen von Barbara Lindahl   06.09.2020 | 08:44 Uhr

Im Saarland werden Felder, Weideflächen und Streuobstwiesen immer öfter durch Hundekot verunreinigt. Das macht nicht nur die Arbeit dort schwieriger, sondern gefährdet auch die Gesundheit von Tieren und Menschen.

Viele Landwirte beklagen die Verunreinigung von Wiesen und Feldern durch Hundekot. Dieser kann besonders schädlich für die Gesundheit der Nutztiere sein.

Ärgerliches Geschäft (03.09.2020)
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 03.09.2020, Länge: 05:20 Min.]
Ärgerliches Geschäft (03.09.2020)

Futter für das Vieh wird durch Mähen auch am Wegrand gewonnen. Durch die vielen Hundehaufen wird dieses aber unbrauchbar.

Im Hundekot sammeln sich nämlich viele Parasiten, die verschiedene Krankheiten bei Tieren auslösen. Landwirt Thomas Welsch aus Rubenheim mahnt: „Es werden aber auch Krankheiten hervorgerufen, die auf den Menschen übertragbar sind.“

Obstwiesenbesitzer klagen

Auch Streuobstwiesenbesitzer beklagen die unzähligen Hundehaufen auf ihren Wiesen. Manchmal ließen Hundebesitzer, die mit ihren Hunden über das meist private Gelände laufen, auch Entsorgungstüten liegen.

Wegen der Verunreinigung sammeln Streuobstwiesenbesitzer wie der Bliesgauer Wolfgang Runstadler deshalb Fallobst nur noch mit Handschuhen.

Obstbaumbesitzer Wolfgang Hegmann aus Breitfurt pflückt nur noch direkt vom Baum. Das Fallobst benutzt er zum Schnapsbrennen. Er appelliert an Hundebesitzer: „Es fehlt den Leuten in der Zwischenzeit das totale Verständnis, dass es außer ihnen noch Leute gibt, die diese Flächen dazu nutzen, wozu sie auch gedacht waren, nämlich als Streuobstwiesen für ihre Nahrungsmittelgewinnung.“

Über dieses Thema hat auch Wir im Saarland - Das Magazin im SR Fernsehen am 03.09.2020 berichtet.

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