Justizia (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Versuchte Brandstiftung eingeräumt

Gabor Filipp   12.11.2021 | 16:34 Uhr

Bei einem Prozess wegen versuchter besonders schwerer Brandstiftung hat der Angeklagte die Taten eingeräumt. Der Mann wird beschuldigt, im März im St. Nikolaus-Hospital Wallerfangen Feuer gelegt zu haben. Er soll unter einer paranoiden Schizophrenie und an einer psychotischen Störung aufgrund seines Drogenkonsums leiden.

Der 30 Jahre alte Beschuldigte, der aufgrund paranoider Schizophrenie und einer psychotischen Störung als schuldunfähig gilt, räumte gleich nach Verhandlungsbeginn die ihm zur Last gelegten Taten ein. Er bestätigte damit, zuerst auf der Station im St. Nikolaus-Hospital Wallerfangen, wo er selbst Patient war, drei Plastik-Mülleimer mit Inhalt in Brand gesetzt zu haben. Danach hat er auch noch versucht, mit einer brennenden Zeitung Vorhänge und Mobiliar anzuzünden.

Pflegepersonal attackiert

Mit einem Feuerlöscher herbeieilendes Pflegepersonal bewarf er laut Anklage mit Stühlen. Es gab Verletzte und einen hohen Sachschaden. Zum Tatmotiv sagte der Angeklagte, er habe mit dem Feuer Alarm auslösen wollen, damit die Polizei kam, um ihn aus der Klinik zu befreien, in der er sich medikamentös falsch behandelt fühlte und gar umgebracht werden sollte.

Der Mann hatte viele Jahre lang Alkohol und Drogen konsumiert.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 12.11.2021 berichtet.

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