Der Trierer Dom (Foto: dpa/Werner Baum)

Bistum Trier rechnet mit hohem Defizit

  17.12.2020 | 13:54 Uhr

Das Bistum Trier erwartet für das kommende Jahr ein Haushaltsdefizit von 46,6 Millionen Euro. Ausgeglichen werden muss das durch Rücklagen - doch die schrumpfen.

Es sei "eine bittere Erkenntnis in dieser Zeit", dass das Bistum mit immer weniger Ressourcen auskommen müsse, sagte Generalvikar Ulrich Graf von Plettenberg bei der Präsentation der Zahlen. Für 2020 war mit einem Verlust von 22,3 Millionen Euro kalkuliert worden, 2019 standen minus 20 Millionen Euro in der Bilanz. Wegen der Verluste schrumpft das Eigenkapital des Bistums seit Jahren immer weiter (Stand Ende 2019: knapp 295 Millionen Euro).

Zu den bestehenden Herausforderungen wie steigende Kirchenaustrittszahlen und sinkende Einnahmen sei die Corona-Pandemie hinzugekommen. "Es war und es ist alles andere als ein rosiges Jahr", sagte der Generalvikar. 2020 seien rund 30 Millionen Euro weniger an Kirchensteuern eingegangen. Für 2021 werde mit 22 Millionen Euro weniger gerechnet.

Vorrangige Aufgaben finden

In Anbetracht der schwindenden Mittel werde es "umso notwendiger, dass wir unsere Ziele in den Blick nehmen und entscheiden, wofür wir unsere Ressourcen verwenden wollen und welche konkreten Aufgaben vorrangig angegangen werden", sagte Graf von Plettenberg. Es sei gut, dass die Pläne für die Pfarreienreform inzwischen stehen würden. "Mit einem klaren Ziel vor Augen lässt es sich leichter planen." Es gebe nun viele Gestaltungsmöglichkeiten.

Zum Bistum gehören gut 1,3 Millionen Katholiken in Rheinland-Pfalz und im Saarland.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 17.12.2020 berichtet.

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