Die Richterbank eines Saals im Landgericht Saarbrücken. (Foto: dpa/Oliver Dietze)

Vergewaltigungsprozess: 46-Jähriger muss in Psychiatrie

Gabor Filipp   09.07.2021 | 19:14 Uhr

Das Landgericht Saarbrücken hat einen Mann aus Merzig in einem Prozess wegen Vergewaltigung mit Todesfolge frei gesprochen und gleichzeitig seine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet.

Bei dem 46-Jährigen wurde aufgrund chronischer psychischer Erkrankung auf Schuldunfähigkeit erkannt. Er hatte, so das Urteil des Landgerichts Saarbrücken, im Dezember letzten Jahres seine gleichaltrige Bekannte nach einvernehmlichem Sex mit brutalen Sado-Maso-Praktiken getötet, als sie schon durch Alkohol und Medikamente willen- und wehrlos war.

Tod als Unfall gemeldet

Die Folgen seines Tuns seien „ihm völlig egal gewesen“ stellte das Gericht fest, das auch Mordmerkmale als erfüllt ansah. Für die Tat könne er nicht bestraft werden, er dürfe aber nicht wieder auf freien Fuß kommen, weil er weiterhin gefährlich sei.

Den Tod seiner Sex-Partnerin hatte der Angeklagte bei der Polizei als Unfall gemeldet.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 09.07.2021 berichtet.

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