Rassismus-Demo vor der Saarbrücker Congresshalle (Foto: SR)

Verein plant Dauerprotest gegen Rassismus

Peter Ring / Onlinefassung: Anne Staut   13.06.2020 | 20:16 Uhr

In Saarbrücken haben am Samstag erneut rund 300 Menschen gegen Rassismus in der Gesellschaft demonstriert. Die Initiatoren der Aktion vom Verein "Haus Afrika" wollen die Demos nun als Dauerprotestaktion fortführen.

Video [aktueller bericht, 13.06.2020, Länge: 2:36 Min.]
Dauerprotestaktion gegen Rassismus

Ab jetzt wollen die Initiatoren regelmäßig protestieren. Grund dafür ist die Messerattacke auf einen afrikanischen Studenten vor einer Woche in Saarbrücken, zu der sich die Politik bislang nach Angaben des Vereins "Haus Afrika" nicht geäußert hat. Bis heute habe es keine Reaktion aus der Politik gegeben, das sei nicht zu verstehen, sagte der Geschäftsführer des Vereins, Lamine Conté.

Conté fordert, dass der Täter und eventuelle Hintermänner verurteilt werden. Außerdem hat er sich auch für die Bestrafung eines Busfahrers ausgesprochen, weil er dem Studenten nicht zur Hilfe gekommen sei. Im Umgang miteinander rät Conté zu mehr Normalität, die Hautfarbe sollte keine Rolle spielen.

Form des Dauerprotests unklar

Wie der künftige Dauerprotest aussehen soll, ist noch unklar, man werde sich dafür geeignete Aktionen überlegen. Bereits am Sonntag ist eine weitere Demonstration in Saarbrücken geplant.

Begonnen hatten die Proteste nach dem Tod des US-Amerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis. Auch in Frankreich hatten am Samstag Hunderte Menschen gegen Polizeigewalt und Rassismus demonstriert.

Über dieses Thema hat auch der "aktuelle bericht" am 13.06.2020 im SR Fernsehen berichtet.

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