Durch die Trockenheit geschädigte Tannen auf einer Weihnachtsbaumplantage (Foto: Imago/localpic)

Dürre bedroht Weihnachtsbäume

Christian Leistenschneider   06.08.2018 | 16:16 Uhr

Unter der anhaltenden Hitze leiden auch Weihnachtsbäume: Aufgrund der Trockenheit sind viele Neupflanzungen bundesweit bereits verdorrt. Auch im Saarland gibt es Ausfälle.

 „Wir haben dieses Jahr 2500 Nordmann-Tannen neu gepflanzt. 20 Prozent davon sind schon eingegangen“, sagt Sebastian Dawo vom Gut Lindenfels in Blieskastel. Den verbliebenen Bestand versucht er durch künstliche Bewässerung über die nächsten Tage zu bringen, bis dann zum Wochenende der ersehnte Regen fallen soll.

Wie groß die Ausfälle tatsächlich sind, lasse sich allerdings noch nicht sagen. „Bäume reagieren oft erst zeitverzögert auf Wasser- und Nährstoffmangel“, erklärt Dawo. Deshalb könne es bis zum Herbst, möglicherweise sogar bis nächstes Jahr dauern, bis das ganze Ausmaß der Schäden sichtbar ist.

Hohe Ausfallraten in Nord- und Ostdeutschland

Dabei hatte das Saarland noch Glück. Vereinzelte Niederschläge linderten hierzulande die Dürre. In Nord- und Ostdeutschland seien die Neuanpflanzungen teilweise zu 100 Prozent vertrocknet, sagte Martin Rometsch vom Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger.

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