Schriftzug: Cinestar - Der Filmpalast (Foto: Imago/Becker&Bredel)

Verdi ruft Cinestar-Mitarbeiter zu Warnstreik auf

Leonie Rottmann mit Informationen von Magnus Neuschwander   10.05.2019 | 21:00 Uhr

13 Beschäftigte des Cinestar Kinos sind dem Aufruf der Gewerkschaft Verdi am Freitagabend zum Warnstreik gefolgt. Hintergrund ist der laufende Tarifkonflikt. Verdi fordert für die Beschäftigten mehr Geld.

Ein Kinobesucher bezahlt laut Verdi für eine Karte oder ein Snack-Menü mehr Geld, als eine Servicekraft pro Stunde verdient. Aktuell liege der Lohn unwesentlich über dem Mindestlohn.

„Von den mageren Löhnen können die vorwiegend teilzeitbeschäftigten Kinomitarbeiter die teuren Lebenshaltungskosten kaum bestreiten“, sagt Verdi-Streikleiterin Julia Lafontaine. Beschäftigten, die langfristig in der Branche arbeiten, drohe Altersarmut. Daher fordert Verdi höhere Löhne, vor allem einen Einstiegslohn von elf Euro.

Erster Streik in Saarbrücken

Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi haben sich 13 Beschäftigte beteiligt. Die Schlangen an den Kassen seien länger als üblich gewesen. Einige Verkaufstheken blieben demnach geschlossen. Zum Streik aufgerufen waren insgesamt 50 Cinestar-Mitarbeiter. Einen Termin für die nächste Verhandlungsrunde gebe es derzeit noch nicht.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 10.05.2019 berichtet.

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