Beleuchtete Computertastatur (Foto: dpa/Nicolas Armer)

Verdächtiger nach rechtsextremen Drohmails ermittelt

dpa   05.04.2019 | 12:30 Uhr

Nach einer bundesweiten Serie rechtsextremer Drohmails hat die Polizei einen Verdächtigen ermittelt. Der Mann stehe unter dem Verdacht, Mails mit Bombendrohungen an Gerichte und andere Einrichtungen verschickt zu haben. Auch im Saarland wurden Drohmails an öffentliche Einrichtungen geschickt.

Ende März war im Neunkircher Rathaus eine E-Mail eingegangen, in der eine Explosion angekündigt wurde. Das Rathaus und das Umfeld wurden evakuiert. Eine Bombe wurde nicht gefunden. Im Januar hatte es den Landgerichten in Saarbrücken und Zweibrücken ähnliche Fälle gegeben.

Verdächtiger in Schleswig-Holstein ermittelt

Am Donnerstag haben nun Kriminalpolizisten aus Berlin und Schleswig-Holstein eine Wohnung in Schleswig-Holstein durchsucht und dabei Beweismittel sichergestellt. Wie die Polizei am Freitag in Berlin mitteilte, wird der ermittelte Mann unter anderem verdächtigt, Droh-Emails mit dem Absender "Nationalsozialistische Offensive" verschickt zu haben. Sie gingen ersten Erkenntnissen zufolge an Behörden in Hamburg, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und Brandenburg. Jetzt sollen die beschlagnahmten Beweismittel ausgewertet werden, um den Verdacht gegen den Mann zu erhärten.

Auch bei den Drohungen im Saarland und Zweibrücken war der Absendername "Nationalsozialistische Offensive" verwendet worden. Ob es sich dabei auch um den gleichen Verfasser handelte, wird noch ermittelt.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 05.04.2019 berichtet.

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