Ein Vordruck für die Einkommensteuererklärung liegt neben einem Aktenordner mit der Aufschrift Finanzamt, einem Stift und einem Taschenrechner. (Foto: dpa/ Oliver Berg)

Mit frisierten Steuererklärungen bereichert?

  04.12.2019 | 15:03 Uhr

Offenbar mit manipulierten Steuererklärungen soll ein Steuerbeamter aus Merzig einen hohen Geldbetrag in die eigene Tasche gewirtschaftet haben, berichtet die Saarbrücker Zeitung. Gegenüber dem SR verweist das Finanzministerium auf das Steuergeheimnis und bestätigt lediglich, dass die Innenrevision funktioniert habe.

Vermutlich über ein computergesteuertes Kontrollsystem seien die internen Ermittler dem Beamten auf die Schliche gekommen, heißt es in dem Zeitungsbericht. So sei auffällig geworden, dass Rückerstattungen mehrerer Steuerzahler alle auf dasselbe Konto flossen. Ein Datenabgleich habe schließlich zu dem Finanzbeamten geführt.

Möglicherweise Steuererklärungen frisiert

Es werde spekuliert, dass der Beamte Steuererklärungen derart frisiert habe, dass Rückerstattungen anstanden - dann aber die entscheidenden Kontodaten geändert und die Zahlungen auf das eigene Konto veranlasst habe. Nach der Gutschrift seien die entsprechenden Daten vermutlich wieder geändert worden. Unterm Strich könnte es um einen Schaden von knapp 100.000 Euro gehen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Ermittlerkreise weiter.

Offiziell will sich niemand weiter zu dem Fall äußern. Sowohl die Staatsanwaltschaft, als auch das Finanzministerium verweisen auf SR-Anfrage auf das Steuergeheimnis. Eine Sprecherin des Ministeriums betonte aber, dass die Innenrevision der Finanzbehörden funktioniert habe und dem Beamten auf die Schliche gekommen sei.

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