Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS), Neubau Innere Medizin (IMED) Homburg (Foto: Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS)(Presse))

Verdacht auf versuchte Tötungen an Uni-Klinik

  06.02.2020 | 11:51 Uhr

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts versuchter Tötungen an der Uni-Klinik Homburg. Wie die Staatsanwaltschaft Saarbrücken dem SR bestätigte, wird eine 34-jährige Pflegerin verdächtigt, auf der Intensivstation der Lungenklinik drei Patienten nicht verordnete Medikamente verabreicht zu haben.

Bei den betroffenen Patienten waren demnach lebensbedrohliche Verschlechterungen des Gesundheitszustandes festgestellt worden. Mittels Blutprobe sei die Gabe der nicht verschriebenen Medikamente nachgewiesen worden. Das Klinikum habe daraufhin die Polizei informiert. Zuerst hatte die Saarbrücker Zeitung über den Fall berichtet.

Die Meldewege haben in diesem Fall offenbar funktioniert. Gesundheitsstaatssekretär Stephan Kolling (CDU) sagte dem SR, die Uniklinik habe sein Ministerium über den bestehenden Verdacht informiert. Das Ministerium habe die Klinik zu einer Stellungnahme aufgefordert. Weitere Details zu dem Fall seien derzeit nicht bekannt.

34-Jährige bestreitet Vorwürfe

Die Frau, die am 27. Januar vorläufig festgenommen worden war, bestreitet nach Angaben der Staatsanwaltschaft die Vorwürfe. Ein Haftbefehl sei nicht erlassen worden, da zurzeit kein dringender Tatverdacht bestehe. Die Frau sei seit Anfang Januar auf der Intensivstation der Lungenklinik eingesetzt worden. Sie soll als freiberufliche Fachkraft gearbeitet haben.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 06.02.2020 berichtet.

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